Musik

Veröffentlicht am 23.06.2012 | von Dorota

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METRIC – Synthetica

They got it 
They want it
They give it away

[…]

When you lie
I cover it up
When you hide
I cover it up
When you cry
I cover it up
When you come undone
I cover it up

(Metric – Lost In Kitten) 

IOU‚, ‚Succexy‚, ‚Help I’m Alive‚, ‚Gimme Sympathy‚, ‚Gold Guns Girls‚ – alles tolle Songs von der Band Metric. Und dachte man schon, das wars, mehr geht nicht, Band aufgelöst, in Winterschlaf gefallen, nach Mexiko abgehauen, überraschen sie mit einem neuen Album namens ‚Synthetica‚. Gestern, am 22.06. wars dann soweit: man konnte das gute Stück in den Händen halten!

Epischer Anfang mit ‚Artificial Nocturne‚: verzerrte Gitarren, Emily Haines‘ Stimme steht ganz im Vordergrund, verhallt, künstlich. Und dann nach zwei Minuten ist der bekannte Sound und ihr übliches Tempo da. Konsequent. Mit ‚Youth Without Youth‚ kommt dann die Rockader der Vier zum Vorschein. Heftiges Kopftnicken auf 2 und 4.
Breathing Under Water‚ ist dann die träumerische Popnummer – das ist gerade ‚IN‘, vor allem in der Werbung. Würde also nicht wundern, wenn bald ein Mobilfunkbetreiber auf die Idee käme das Lied für seine Werbezwecke zu nutzen.
Lost In Kitten‚ ist dann der süße, eingängige Song, der Haines‘ Stimme optimal in Szene setzt – ganz nebenbei mein persönliches Lieblingslied. Und dann noch ‚Synthetica‚ – der Indie Dance Club ist hiermit eröffnet. Da darf gehüpft, gestoßen, ausgeflippt werden. Aber bei einem hübschen Pop-Rocksong darf natürlich nicht der ruhige Moment fehlen, der nachdenkliche Teil, die entspannte Bridge, nur um dann noch mal völlig durchzudrehen und in der Wohnung alles zu zerstören.

Metric haben es wieder mal geschafft, sich und ihrem Sound treu zu bleiben; beim ersten Hören sogar den Eindruck zu vermitteln, dass wir hier nichts Außergewöhnliches vorfinden, vielleicht eine Fortsetzung von ‚Fantasies‚. Aber will man bei einer Band wie Metric einen völlig neuen Sound? Etwas Ungewohntes? Zugegeben, es ist nicht das Album bei dem man konzentriert die Lyrics in sich aufnimmt, bei dem man total überrascht wird. Aber was für eine Kunst ist es beim fünften Album nicht zu enttäuschen, überhaupt konstant gute Songs zu schreiben und zu produzieren. Das können wohl nicht viele. Und ehrlich gesagt ist mir eine solide Pop-Rock-Platte mit ihren Hits, mit Höhen und Tiefen lieber, als Musiker, die die verrücktesten Sachen machen und eigentlich nicht wissen was sie da tun. Tz…Anfänger.

Metric – Synthetica
VÖ: 22.Juni 2012, Pias UK/Metric
http://ilovemetric.com 

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