Musik

Veröffentlicht am 16.10.2012 | von Lara

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TOY – Toy

I am breaking out to somewhere
I can stand outside myself
When the hours are getting longer
I can´t think of nowhere else
If you wanna ride
I take you for a ride

(Toy – Motoring)

Die Dreifaltigkeit des Psychedelic-Rocks ist endlich komplett. Neben The Horrors und S.C.U.M glänzen Toy aus London mit dröhnendem Krautrock, der zurück in die experimentellen 70er katapultiert. Inspiriert von deutschen Vertretern wie Amon Düül und Can versetzt das Quintett ihrem Trance-Spiel poppigen Retro-Glam. Und damit stehen sie ganz vorne auf der Newcomer-Liste für 2012.

Man könnte schnell auf die Idee kommen, Toy in die Schublade der Retro-Bands zu stecken. Gewiss trägt ihr vibrierender Sound viele Züge bekannter Psychedelic Bands. Von Pink Floyd über deutsche Krautrock-Bands bis hin zu Verweisen zu ihren „Best Buddies“ The Horrors – Toy mögen es laut, krachend und verzerrt. Erst vor 2 Jahren gegründet, haben sie jetzt ihren ersten Longplayer herausgebracht und machen experimentelle Progressive-Klänge hörenswert. Schon der Opener `Colours Running Out’ braust mit schnellem Tempo und schlängelnden Synthie-Tönen auf dem Highway Richtung ekstatischem Noiserock. Hallende Gitarren und verschwommene Synthesizer tauchen tief in den Schall der psychedelischen Klänge ein. “And now you ask me to help you to work it out. It´s not that easy, your colours running out.”, singt Tom Dougall mit seiner kühlen Stimme. Langsam laufen die Farben aus. So endet auch der Song im immer leiser werdenden Dröhnen. Ganz anders `Dead & Gone`, das so stoisch und ruhig anfängt, um dann in schreddenderes Gitarrenklärren auszuufern. Toy zeigen sich auf ihrem Debüt vielfältig und wechseln zwischen pulsierendem Indierock und wummernden Synthies. Die fließenden Melodien verführen und besäuseln geradezu, sodass man sich ein wenig benommen fühlt. Ein Hoch auf passendes Song-Naming, man sieh auch: `Drifting Deeper’ – Schummrige Beats zerren einen in die tiefe Düsternis. Fast schon schwindelerregend.

Dann geben sich die Londoner mit dem schwungvollen `Motoring´ wieder dem Pop-Pathos hin. Neben `Colours Running Out´ das vielleicht eingängigste Stück der Platte. Generell spiegeln sich auf `Toy´ viele Elemente von `Primary Colours´ wieder, das zweite Album von The Horrors. Beide verbindet der Hang zu dröhnendem Shoegaze und psychedelischen Synthie-Effekten. Höhepunkt ist dann der letzte Song `Kopter´, bei dem fast zehn Minuten lang die Instrumente zu einem fließenden Ganzen verschmelzen: Die Gitarren scheppern, die Drums plärren und der Vintage-Synthesizer tost mit seinen berauschenden Melodien. Passender könnte der Abschluss für diese Geräuschvolle Platte wohl nicht sein.

Toy – Toy
VÖ: 21. September 2012, Heavenly Records
http://toy-band.com
www.facebook.com/toy.band

httpvh://www.youtube.com/watch?v=VDYMjvdCWpc

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