Musik

Veröffentlicht am 16.11.2012 | von Franzi

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THE WEEKND – Trilogy

„This is a happy house“

Abel Tesfaye ist gerade mal 21 Jahre alt als seine erfolgreiche Musikkarriere ihren Anfang nahm. Im März 2011 twitterte der aus Kanada stammende Rap-Superstar Drake  einen Link mit der Beschreibung ‚Follow the young king‘ und titulierte mit jungem König niemand anderen als den bis dato weitgehend unbekannten Abel Tesfaye alias The Weeknd. Eineinhalb Jahre später weiß man zwar nicht viel mehr über den Sänger und Produzent aus Ontario, doch Millionen Menschen auf der ganzen Welt sind von seiner Musik begeistert. A canadian dream comes true und vor allem: ein erneuter Beweis für das ungeheure Potenzial von sozialen Netzwerken und des Internets als Multiplikator.

Der große Paukenschlag kommt aber eigentlich erst jetzt, denn The Weeknd hat letzte Woche sein Debüt ‚Trilogy‘ veröffentlicht. Dieses umfasst seine drei, von Kritikern hochgelobten Mixtapes ‚House Of Balloons‘, ‚Thursday‘ und ‚Echoes Of Silence‘, re-mastered mit einigen neuen Bonustracks. Für eingefleischte Fans von The Weeknd birgt ‚Trilogy‘ also nicht viel Neues, doch wer jetzt erst neu in seine Klangwelten einsteigt, der hat mit insgesamt 30 Songs jede Menge Material, um jene kennen zu lernen.

Jetzt könnte man zaudern und frotzeln und denken: ‚Meine Güte, was soll der Hype, The Weeknd macht doch im Grunde R´n´B  wie viele tausend andere Musiker auch.‘ Die Aussage stimmt, aber, das Faszinierende an The Weeknd’s Musik ist genau das, was  Jamie Woon oder aktuell auch How To Dress Well herausstechen lassen. Es ist R‘ n‘ B, den man genauso gut Afterparty-Ambient nennen kann oder Post-Dubstep oder atmosphärischer Soul mit House/Trip-Hop-Elementen. Die Songs von The Weekend kulminieren viele verschiedene Genre-typischen Strukturen, Bauteile und Anmutungen und greifen tief in die Genre-Zitatkiste. Hinzu kommen noch die vielen Samples und die intelligent eingesetzten Coverversionen berühmter Lieder  – wie beispielsweise ‚Dirty Diana‘ von Michael Jackson. So  fühlt man sich (nicht nur wegen des Covers) an Michael Jackson erinnert, sondern auch an SBTRKT, Jessi Ware, eben genannten Jamie Woon ETC. Das ‚etc‘ ist hierbei extra großgeschrieben, denn die Genre- und Künstler-Assoziationen sind einfach so vielfältig wie die Klangwelten vielschichtig sind.

Das ist wohl ein ausschlaggebender Grund dafür, dass sich Millionen mit der Musik von The Weeknd identifizieren können, denn selbst wenn die musikalischen Präferenzen anders gepolt sind, The Weeknd´s Songs sind trotzdem eingängig und berühren. Oder vielleicht ist sich jeder Fan einfach sicher: Die nächste After-Showparty kommt bestimmt und mit The Weeknd wird sie definitiv herrlich intensiv und emotional sein.


The Weeknd – Trilogy
Vö: 9. November 2012, Republic Records (Universal)
www.the-weeknd.com 

The Weeknd – Enemy

httpv://www.youtube.com/watch?v=-3VIh8ZB-M8

 

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