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Veröffentlicht am 16.12.2012 | von Dominik

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Bedroomdisco Adventskalender – BRASSTRONAUT – Mean Sun

Not the same men, they’re on the ground.
Fighting gravity was only bringing me down.

(Brasstronaut – Moonwalker)

Mit ihrem Debütalbum ‚Mt. Chimaera‚ machten sich die Kanadier von Brasstronaut einige Fans, darunter niemand anderes als die Herren von Sigur Rós, mit denen man folgerichtig auch kurze Zeit später die Bühne teilte, unterstützt von der Horn Sektion der Isländer. Erfolg, der häufig bei jungen Bands in Erwartungshaltung und somit in Druck umschlägt, der schon manch ein enttäuschendes Zweitwerk zufolge hatte. Anders verhält es sich jedoch bzgl. des Brasstronaut-Albums ‚Mean Sun‚!

Bounce‚ nähert sich als Opener von ‚Mean Sun‘ langsam und bedächtig an, umschließt einen zuerst in einer Klangatmosphäre, bis nacheinender Bass, Bläser, Schlagzeug und letztlich der Gesang von Frontmann Edo Van Breemen einsetzen. Gleichzeitig erhebt sich der Song dabei sphärisch, wird immer größer, ohne jedoch nicht auch ungemein eingängig und vereinnahmend zu sein. Ein bisschen fühlt man sich erinnert an das letztjährige Kritikerliebhaber-Album ‚Tamer Animals‚ von den Other Lives, die es ähnlich wie die Kanadier vermögen sich in jene Spähren mit ausladend instrumentierten und sehr vielschichtigen Songs zu spielen.

Das darauf folgende ‚Francisco‚ gestaltet sich etwas rhythmusbasierter, fast schon tanzbar, ohne sich jedoch dem eleganten Gewandt zu entledigen, das vom Opener vorgelegt wurde. Die Snair knallt dabei wie ein Kanonenschuss durch den Raum und zum Ende hin frickelt man sich in einen mitreißenden Rausch, der selbst den Foals zu ‚Antidotes‚-Zeiten nicht schlecht gestanden hätte. Ausgelaugt dürfen sich die Ohren beim Titelsong ‚Mean Sun‘ zunächst etwas entspannen, wird doch Intensität und auch Geschwindigkeit hier etwas herausgenommen, während alles in einem schwerelosen Raum zu schweben und verhallen scheint. ‚Fossil‚ passt sich dieser Vorlage an, dreht an der ein oder anderen Schraube, um letztlich neben dem Opener ‚Bounce‘ zum Herzstück der Platte zu werden.

Vierter Song und schon das finale Statement bezüglich des Herzstücks – das kann, muss aber nichts Schlechtes heißen. So bleiben auch die Lieder der zweiten Hälfte von ‚Mean Sun‘ auf hohem Niveau: das düster-dramatische ‚The Grove‚, genauso wie das unscheinbare, aber ungemein gute ‚Moonwalker‚ oder das etwas klassisch-verspieltere ‚Hymn For Huxley‚ – alle Songs, die es auf ‚Mean Sun‘ geschafft haben, haben ihre Berechtigung, zeugen von der ungemeinen Kreativität der sechs Kanadier und nutzen sich auch bei diversen Hördurchgängen nicht ab. Dafür sind sie einfach zu vielschichtig und gut, die Songs von Brasstronaut!

Brasstronaut – Mean Sun
VÖ: 26. Oktober 2012, Tin Angel
http://brasstronaut.com
www.facebook.com/Brasstronaut

Brasstronaut – Mean Sun from Everything All At Once on Vimeo.

In Kooperation mit Snowhite verlosen wir im Rahmen unseres Adventskalenders nicht nur 2 CDs des Brasstronaut-Albums ‚Mean Sun‘, nein, wir legen jeweils noch ein Nias– und ein Rosi Golan-Album in das CD-Paket! Wer gewinnen will, schreibt uns bis heute Abend 20 Uhr eine Mail mit seiner Adresse und dem Betreff ‚Mean Sun‚ an gewinnen@bedroomdisco.de – wir wünschen viel Glück!

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Über den Autor

Bedroomdisco-Gründer, Redaktions-Chef, Hans in allen Gassen, Golden Leaves Festival Booker, Sammler, Fanboy, Exil-Darmstädter Wahl-Hamburger & happy kid, stuck with the heart of a sad punk - spreading love for great music since '08!



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