Musik

Veröffentlicht am 12.02.2013 | von Lisa

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LOCAL NATIVES – Hummingbird

The day after I had counted down all of your breaths
Down until there were none, were none, were none, were none..
A hummingbird crashed right in front of me
And I understood all it did for us
You gave and gave and gave and gave
Every night I ask myself
Am I giving enough?

(Local Natives – Colombia)

Die Local Natives aus dem sonnenverwöhnten Los Angeles haben sich nach Jahren des exzessiven Tourens mit Indiegrößen wie Arcade Fire und The National endlich an den Nachfolger zum 2009er Kritikerliebling ‘Gorilla Manor’ gemacht und sich dafür aus der kalifornischen, sorgenbefreiten Heimat herausgewagt. ‘Hummingbird’ wurde nach der schwierigen Trennung vom Bassisten Andy Hamm in New York mit The National’s Aaron Dessner aufgenommen, und ist ein ernsthaftes, ambitioniertes Album geworden, das beweist: die Local Natives sind gekommen, um zu bleiben.

Bei den Touren mit den Größen der Indie-Szene scheinen sie sich eine gewaltige Scheibe abgeschnitten zu haben. Songs wie das großartige ‘Wooly Mammooth’ sind gespickt mit infektiösen Harmonien, außer Rand und Band geratenem Schlagzeug, und einer Emotionalität, die auch die oft zu Vergleichen herangezogenen The National, Grizzly Bear oder aber auch Arcade Fire so bedeutend macht.

Das schon genannte ‘Wooly Mammooth’ sowie die erste Single ‘Breakers’ sind die Paradebeispiele des Albums: rythmische Biester mit mitreißenden Drums, effektvollen Gitarren und mehrstimmigen Hamonien. Americana-Anleihen paaren sich mit klassischem Indierock-Sound, Folk-Chören – und der Verzicht auf die mittlerweile für zeitgenössische Indie-Bands schon fast obligatorischen Synthesizer ist eine wahre Wohltat für die Ohren.

Colombia’ und ‘Three Months’ hingegen sind herzzereißende Balladen voller Weltschmerz, aber auch in solchen Momenten erscheint das Album nie depressiv. Das warme Piano und die eingestreuten akkustischen Momente auf ‘Colombia’, die in einem mitreißenden Finale enden, sorgen dafür, dass die Traurigkeit nie übertrieben oder tränenheischend-Coldplay-esk wirkt, sondern einfach nur ehrlich. Nichts ist übertrieben, alles ist durchdacht, ohne verkopft zu sein. Die Local Natives beweisen ihre Liebe fürs Detail und ihr Gespür für simples, aber effektvolles Songwriting.

Mit ‘Hummingbird’ kann die Band sich zweifelsohne in die Reihen ihrer berühmten Genregenossen einreihen – und werden in Zukunft sicher nicht mehr nur die Opener für ebendiese sein.

Local Natives – Hummingbird
VÖ: 15. Februar 2013, Pias
www.thelocalnatives.com
www.facebook.com/localnatives

Local Natives – Breakers (Official Music Video) from PIASGermany on Vimeo.

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