Musik

Veröffentlicht am 18.03.2013 | von Monya

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HIGHASAKITE – In and Out of Weeks

Highasakite-Cover

Oh grand gesture, enter the room
Hold my hair while I vomit
Help me navigate, keep me floating
Take the high away to the ceiling

(Highasakite – Son Of A Bitch)

„To be high as a kite“ gleich „so richtig high sein“. Der Band Highasakite geht es hierbei um das Leben als Droge, ums glücklich sein auf Liebe und Sex, wie sie in einem Interview sagte. Kein Wunder also, dass die fünf Songs auf der EP ‚In and Out of Weeks‚ der Norweger einfach glücklich machen. Highasakite machen eine Mischung aus glasklarem Pop und Indierock, klingen dabei etwas nach 60s mit einem psychedelischen Funken, zwinkern kaum merklich zu, dass man sich ausziehen und tanzen soll.

Son Of A Bitch‚ flutet alles mit Sonne. Zuerst ist da nur ein organisches, volles Tribal-Schlagzeug, dann setzt ein enthusiastischer Synthesizer ein. Die Stimme von Sängerin Ingrid Håvik ist unangestrengt markant und der Gesang rockig und rhythmisch abenteuerlich. Es geht ums Kotzen und arrogante Typen und ist wunderbar ehrlich. ‚Winners Don’t Come Easy‚ versprüht etwas mehr Melancholie – und ist trotzdem voller treibender Percussion und lodernden Synthie-Choralen. Håviks kraftvolle Stimme ist unaufgebauscht, alles um sie herum flirrt. ‚Indian Summer‚ ist ein süßes, intimes Lied über kindliche Abenteuer. Zwischen verspielten Synthiespuren, verträumtern Lyrics und blutvollem Schlagzeug hört man das wunderschöne, naive Gefühl heraus, dass alles möglich ist. „Over the rooftops into the sea / Along the highway like a bumblebee / Over the sandbox into the woods / I wear my feathers, I am Robin Hood“.

Der Song ‚In and Out of Weeks‚ besticht vor allem durch die fesselnde Percussion, die der ganzen EP unheimlich viel gibt. Immer wieder ertönen überraschende, klackernde und hallende Elemente durch Rasseln, Kuhglocken und Ähnliches. Zusammen mit wabernden, ruhevollen Gitarrentönen schaffen Highasakite hier eine berührende, unkitschige Ballade. Der Gesang wirkt jedoch erstmals weniger locker und ungehemmt, was den Song etwas hinter den bisherigen zurückfallen lässt. ‚Whatever That Means‚ glättet die Wogen sofort wieder: ein großartiger Song, der psychedelische Fäden spannt und an The Velvet Underground & Nico erinnert.

Highasakite können diesen einen Festivalmoment erzeugen, in dem die Welt sich entspannt in ihre Fugen zu legen scheint und alles einfach gut ist. Diesen einen Moment, an den man immer sehnsüchtig zurückdenkt. Ein Erlebnis wie ein Rausch. Und das ist auch diese EP.

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Highasakite – In and Out of Weeks
VÖ: 8. März 2013, Propeller Recordings
www.highasakite.no
www.facebook.com/highasakitemusic

http://youtu.be/7pwTmu2-YGU

Hier noch die aktuellen Tourdaten:
20.05.2013            Köln              Studio 672
21.05.2013            Stuttgart       Keller Klub
22.05.2013            Hamburg     Prinzenbar
23.05.2013            Berlin           Kantine Berghain

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