Musik

Veröffentlicht am 5.08.2013 | von Carmen

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MAPS – Vicissitude

MAPS - Vicissitude CD-Kritik

‚They call us progressives
but it is what it is
alternation perception mutal reality
you must change it to see‘

(MAPS – Vicissitude)

Nach vier Jahren Pause meldet sich der aus Northhampton, zwei Stunden nördlich von London, stammende James Chapman alias MAPS wieder zurück. Sein drittes Album trägt den Titel ‚Vicissitude‘. Der Albumtitel bedeutet ‚Wandel‘ oder auch ‚Wechselhaftigkeit‘ und tatsächlich bietet das Album einen Wandel in der Musik von MAPS. Waren die ersten zwei Alben noch geprägt von Elektromusik im Mix mit Indie-Rock als Hommage an das ‚Shoegazer‘ Genre, finden wir jetzt ausschließlich sphärischen Retro-Elektropop auf ‚Vicissitude‘. Thematisch befasst sich das Album mit den Veränderungen, Problemen und Schwierigkeiten, denen man sich im Laufe seines Lebens stellen muss.

Die erste Single heißt ‚A.M.A‘ . Sie ist dominiert von elektronischen Beats und Synthesizermelodien, die gemächlich vor sich hin tuckern und die Stimme von Chapman mit sich transportieren. Das ganze erinnert ein bisschen an die ganz frühen Depeche Mode Songs oder auch an andere Elektro-Pop Künstler der Achtzigerjahre.

Im weiteren Verlauf des Albums nehmen die orchestralen Synthieklänge immer mehr zu und Chapmans Gesang wird zurückgenommen, fast zu einem reduzierten Flüstern. Das kennen wir doch? Und ob! Der Vergleich mit Moby drängt sich geradezu auf und steigert sich noch im Laufe des Albums. Doch eben diese Ähnlichkeit mit der Moby-Musikwelt wird MAPS hier zum Verhängnis. Das, was er uns musikalisch präsentiert, ist weder neu noch innovativ. Songs wie ‚Nicholas‘ und ‚Insignificant Others‘ zeigen dies so überdeutlich, dass man nur noch an der Stimmfarbe von James Chapman den Unterschied erkennt. Bedenkt man noch, dass Moby himself ein neues Album Ende diesen Sommers herausbringt, wird es MAPS mit seinem dritten Album entsprechend schwer haben.

Der Titeltrack ‚Vicissitude‘ hebt sich dann doch etwas vom Rest des Albums ab – Beats, Melodie und Text gehen ungemein ins Ohr. Hiermit kann MAPS zumindest einen kleinen Ohrwurm-Erfolg für sich verbuchen. Das Album schließt mit dem verträumten Ambient-Pop-Track ‚Adjusted To The Darkness‘, bei dem es um Chapmans eigene Erfahrungen mit Depressionen geht. Trotz des schwermütigen Themas bringt der Song eine positive Grundstimmung mit sich und ist durchaus als Hintergrundmusik für laue Sommernächte geeignet.

Dennoch: drei passable Songs machen eben leider noch kein gutes Album.

2von5

MAPS – Vicissitude
V.Ö. 08. Juli.2013, Mute Records
https://thisismaps.wordpress.com/

Maps – A.M.A. (Official Video) from Mute on Vimeo.

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