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Veröffentlicht am 18.09.2013 | von Lara

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SPLASHH – Comfort

All I want to do, all I want to do
Is sit by the pool today and drink with you
Idle time away, idle time away
Consume the day and find a reason to swim away 

(Splashh- All I Wanna Do)

Der Sommer ist zurück! Und zwar mit Englands Indie-Nachwuchs Nummer Eins namens Splashh. Würde man sich nämlich einen Soundtrack wünschen, der  lausige Sonnentage preist, wäre `Comfort´ das beste Album dafür.  Die Gleichung ist ganz einfach: Surfpop plus Garagerock mal Lo-Fi geteilt durch super gute Laune ergeben zehn Tracks, die zum süßen Nichtstun einladen. Chillen war noch nie so spaßig.

Die Gründungsgeschichte dahinter ist fast schon klassisch für heutige Indie-Bands. Sänger Sasha Carlson geht nach gescheiterten Bandträumen nach Australien, um dort auf seinen Songwriting-Partner Toto Vivian zu treffen. Zurück in London schließen sich noch Bassist Thomas Beal sowie der gebürtige Neuseeländer Jacob Moore als Drummer an. Ein paar fröhlich bunte Videos sowie kostenlose Downloads auf der Website – fertig ist der nächste UK-Schrei. Ihr Debüt ist so erfrischend wie ein Sommerregen. In Nostalgie schwelgt Sasha auf `All I Wanna Do´ und verliert sich in dieser federleichten Hymne. `Sweet Cherry Extraordinary´ summt er  verträumt  zum treibenden Hook. Diese Zeilen sind so simpel und doch so mitreißend. Von besseren Zeiten singt er auf dem hypnotischen `Need It´, auf das man nur wild tanzen kann. Verzerrte Synthies röhren zu schrammelnden Gitarren. Auch auf `Vacation´ macht sich ebenso dieses Gefühl  des Ausreißens breit. `I wanna go where nobody knows´, heißt es im Refrain. Frei sein und in den Tag hineinleben, das ist die wunderbare Botschaft, die Splashh vermitteln wollen. Und gelingen tut ihnen das allemal.

Inspiriert von frühem Neunziger-Grunge sowie Psychedelic-Rock, lassen Splashh es ordentlich auf ihrem Album krachen. Die Gitarren dröhnen, wo sie nur können und  der Bass rummelt im Takt dazu. `Headpins´ ist der wahrscheinlich düsterste Track der Platte, wobei: Was kann man schon bei Splashh als düster bezeichnen? Alle Songs versprühen die gleiche Energie, die für einen kurzen Moment alles so einfach erscheinen lässt. `Lost Your Cool´ greift zum Abschluss noch mal diese herrliche  Schwerelosigkeit auf und ermutigt, einfach locker zu bleiben. `They lost their cool, got kicked out of their own group´- Dass diese Band verdammt cool ist, muss sie jedenfalls nicht mehr beweisen. Wer so lässig positive Vibes verstreut, dem kann man einfach nichts entgegen halten.

Splashh – Comfort
VÖ: 18. Oktober 2013, Luv Luv Luv, Rough Trade
www.splashh.co.uk
www.facebook.com/splashh.band

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