Kritik no image

Veröffentlicht am 3.12.2013 | von Dominik

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DIE MONSTER UNI – Filmkritik

Du musst ganz tief in dich reinfühlen und dann den Schrecken rauslassen!

(Sulley – Die Monster Uni)

Ein Großteil der Kinder und auch ein Teil der Erwachsenen kennen die Furcht davor, dass im dunklen die Schatten gefühlt immer größer und die Geräusche immer unheimlicher werden. Alles Einbildung? Mitnichten, denn die ganze Population der Monster lebt von der Angst und dem Schrecken, den die Menschen haben, lassen sich diese doch für sie in Strom umwandeln – so gesehen in PixarsDie Monster AG‚, dem bei Erscheinen bisher erfolgreichsten Animationsfilm. Doch bevor die beiden Hauptcharaktere Mike Glotzkowski und James „Sulley“ Sullivan für Schrecken in den Kinderzimmern sorgten, mussten auch sie durch eine harte Schule – ‚Die Monster Uni‚!

Schon seit frühster Kindheit wollte der kleine, dünnbeinige froschgrüne zyklopenäugige Mike Glotzkowski nicht anders als einer der coolen Erschrecket werden, doch von seinen Mitmonstern zumeist ignoriert, scheint niemand weiter davon entfernt als er – eine Situation, die sich auch an der Uni nicht ändern soll, denn obwohl er alles Wissen und alle Techniken wissbegierig als Vorzeigeschüler auswendig lernt, geht ihm etwas ab, dass für seine gewünschte Berufung dringend nötig ist: Er ist nicht schrecklich…oder sogar noch schlimmer, er ist nett.

Sulley hat dagegen ganz andere Probleme, denn als Sullivan hat er die großen Fußstapfen seiner Vorgänger zu füllen – was dem Klassenclown und Unruheherd jedoch ziemlich schwer fällt, denn von seinem Ego eingenommen führt er sich zumeist nicht teamfähig und überheblich auf und lässt dazu auch noch die Uni schleifen, denn er wird ja schon durchkommen.

Doch alles kommt anders und die beiden scheinen ihre Chancen zu verspielen, ihren Traum wahr zu machen – bis Mike ein Hintertürchen entdeckt, denn wer bei den Schreckenspielen der Uni gewinnt, kommt in den Schrecker-Kurs und kann sein Studium fortsetzen. Doch leider versammeln Mike und Sulley nicht gerade die talentiertesten Schrecker um sich, konkurrieren im eigenen Team miteinander und müssen erst auf die harte Tour lernen, dass sie zusammenarbeiten müssen, um zu funktionieren und am Ende vielleicht sogar ihrem Traum ein Stückchen näher zu kommen.

‚Die Monster AG‘ überraschte mit dem ersten Teil und weiß auch zwölf Jahre später mit dem Prequel zu überzeugen, hat man es doch wieder geschafft liebevoll abwegige Gestalten, in eine typische Heldenreise, gespickt mit einigen lustigen Ideen und Abenteuern, zu verpacken. Ein Spaß für die ganze Familie und ein Film, den man immer wieder gerne anschaut, ganz Pixar eben.

3-4von5

Monsters University (USA 2013)
Regie: Dan Scanlon
VÖ: 14. November 2013, Walt Disney

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Über den Autor

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