Kritik no image

Veröffentlicht am 7.01.2014 | von Julia

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DIANA – Filmkritik

You keep telling me everything is going to be all right – but it’s not, it’s all wrong

(Diana – Diana)

Wer steckte hinter der meist geliebten Frau der Welt? Welches Geheimnis umgab die letzten Monate ihres Lebens? Und wer bitte war Hasnat Khan nochmal?

Der deutsche Regisseur Oliver Hirschbiegel hat den Sprung nach Hollywood spätestens seit ‚Der Untergang‚ im Jahr 2004 gemeistert.

Zu Beginn des filmischen Portraits lebt Diana (Naomi Watts) getrennt von dem ehebrecherischen Charles in Kensington Palace und versucht ihre Familie frei von Schmutzkampagnen der berühmt-berüchtigten englischen Yellow Press zu halten. Als sie in London durch Zufall den Chirurgen Hasnat Khan (Naveen Andrwes, bekannt aus ‚LOST‚) kennenlernt, beginnt sich eine Wandlung in ihr zu vollziehen. Sie liest den Koran und versucht der neuen Liebe wegen ihre Popularität für gute Zwecke einzusetzen. Doch das junge Glück der beiden scheitert, als sich Hasnat zwischen Karriere, Tradition und der Beziehung entscheiden muss. Diana versucht nach Kräften die Beziehung geheim zu halten, trägt Perücken und reist heimlich zu Hasnats Familie nach Pakistan. Ihre Einsamkeit überwiegt in den meisten Szenen und nur wenige Vertraute stehen ihr zur Seite.

So sehr der Zuschauer den beiden Liebenden ihre wenigen Stunden des Zusammenseins gönnt – am Ende wissen alle um Dianas tragischen Tod. Und zu diesem Zeitpunkt ist der pakistanische Chirurg schon wieder aus den Medien und den Köpfen verschwunden und durch Dodi Fayed (Cas Anvar)ersetzt worden.

Die adligen Sprösslinge William und Harry sowie der Rest der königlichen Familie werden in der Inszenierung ausgespart – was sicher auch Verleumdungsklagen vorbeugt und die Story somit stark in eine Liebesschnulze ohne Happy End kanalisiert. Die Verkörperung der Prinzessin der Herzen durch Naomi Watts ist dennoch bravourös vielschichtig. Unangenehm wird es für den Zuschauer immer dann, wenn Diana die Kamera, wie bereits im wahren Leben, zu nahe rückt. Insgesamt ein gelungenes Portrait, das die gesamte Tragik dieser weltbekannten Persönlichkeit gekonnt zu nutzen weiß.

Regie: Oliver Hirschbiegel
Darsteller: Naomi Watts, Naveen Andrews, Geraldine James, Charles Edwards, Juliet Stevenson
Kinostart: 9. Januar 2014, Concorde

 

 

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