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Veröffentlicht am 4.01.2014 | von Eva-Marie

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STEPHEN MALKMUS & THE JICKS – Wig Out At Jagbags

A love like oxygen, so foxy then so terrific now
On a jape I’m returning
Bobby spinnin’ out
I was so messed up
You were drunk and high
Just a ramblin’ wreck
Comin’ off the breaks to see what was shaking

(Stephen Malkmus & The Jicks – Lariat)

Stephen Malkmus & The Jicks läuten 2014 kurzerhand mit ‘Wig Out At Jagbags’ die Neunziger ein – und zwar im positivsten Sinne der Bedeutung. Es gibt zwar viele Dinge, die man gerne in dem vergangenen Jahrzehnt begraben lassen möchte, nicht aber den pavementschen Indierock eines Stephen Malkmus. Der gehört auch ins Jetzt.

„Inspired by Cologne, Germany, Mark von Schlegell, Rosemarie Trockel, Von Spar and Jan Lankisch, Can and Gas; Stephen-Malkmus-imagined Weezer/Chili Peppers, Sic Alps, UVA in the late 80’s, NYRB, Aroma, Charlottenburg, inactivity, Jamming, Indie guys trying to sound Memphis, Flipper, Pete Townshend, Pavement, The Joggers, The NBA and home life in the 2010’s … “ So viel von Malkmus Seite zum neuen Album mit seinen Jicks. Was wie eine wilde Aneinanderreihung wirkt, ist auch eine wilde Aneinanderreihung. Denn das ist eben Stephen Malkmus und genauso klingt auch das Album. ‚Wig Out At Jagbags‘ ist sein Berlin-Album. Und wie wir wissen, ist es ziemlich cool, so etwas zu haben. Er verbrachte nämlich zusammen mit seiner Familie zwei Jahre in der Hauptstadt und präsentiert uns als eine Art guten Vorsatz Album Nummer vier, dass er zusammen mit The Jicks aufnahm.

Aber fangen wir vorne an. ‘Planetary Motion‘ beginnt verheißungsvoll mit einem Gitarrensolo. Die Saiten schön schrammelig, die Sticks schön stumpf und der Understatement-Gesang eines Malkmus schön wieder da zu sein. Ein passender Einstieg in den Malkmuskosmos. Sofort ins Ohr und von da ins Gedächtnis ging ‚Lariat‘, ein Song über, wie sollte es anders sein, Musik; „We grew up listening to the music from the best decade ever“. Man könnte neidisch werden, wenn man nicht wüsste, dass es nicht durchweg schlechter wurde für die darauf folgenden Generationen. Sowieso, er singt gerne über Musik auf ‚Wig Out At Jagbags‘, das macht er nämlich auch bei ‚Rumble At The Rainbow‚ und ‚Chartjunk‘. Schnell macht sich der Gedanke breit, dass es das beste Album mit den Jicks sein könnte. Viele kleine Hits verstecken sich hier und da, wie zum Beispiel das Stück ‚Shibboleth‘, dass der teils gewohnt krächzigen Stimme mit einer eingängigen Bassline die Stirn bietet. ‚J Smoov‘ dagegen, ist ein ruhiges, souliges Stück, dass ganz schüchtern von Bläsern umspielt wird. Der Song ist zwar im wahrsten Sinne smooth, doch verliert nicht am kantigen Malkmus-Charme. Das ist auch das schöne an den Album, es klingt immer etwas rough, etwas unkoordiniert, obwohl er natürlich genau weiß, was er tut, wie er klingt, wie er wirkt. Auch bei Songs wie ‚Independence Street‘, ‚Scattegories‘ oder ‚Cinnamon And Lesbians‘ geht der über Jahre liebgewonnene zerklüftete Malkmus-Sound nicht verloren. Es bleibt festzuhalten: Es ist das beste Album von Stephen Malkmus & The Jicks.

Stephen Malkmus & The Jicks – Wig Out At Jagbags
VÖ: 3. Januar 2014, Domino Records, Goodtogo
www.stephenmalkmus.com
www.facebook.com/pages/Stephen-Malkmus-The-Jicks

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