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Veröffentlicht am 4.03.2014 | von Lisa

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BE FOREST – Earthbeat

You keep seeking happiness
but it’s not behind a new face
deep in your wound there is still blood
deep in your wound you don’t go
you go around day by day
but you are not afraid to fall

(Be Forest – Colours)

Italien ist ja nicht unbedingt das Land, das einem direkt in den Sinn kommt, wenn man an sphärischen Indiepop  a la Sigur Ros oder The XX denkt. Mit Be Forests neuem Album ‚Eearthbeat‚ könnte sich dies allerdings ändern.

Bei Veröffentlichung ihres Debüts ‚Cold‚ 2011 (das sie zum ersten Mal auf die große Musikbühne und auf den Radar des Musikjournalismus setzte) noch als Trio unterwegs, gewann die Band aus der Kleinstadt Pesaro an der Adria für den Nachfolger ein viertes Bandmitglied dazu, das sich verstärkt elektronischen Einflüssen widmen sollte, und zog sich ins beschauliche Heimatstädtchen zurück, um einen Nachfolger zu produzieren. Vollkommen auf eigene Faust, ohne einen Produzenten.

‚Earthbeat‘ ist ein wundersames, verzaubertes Album geworden, voll von geheimnisvollen Klangteppichen, verwunschenen Sounds und Harmonien und wunderbar untermalt von Sängerin Constanza Delle Roses zarten, hingehauchten Vocals. Und “untermalt” trifft es hier tatsächlich: ihr verhuschter, fluffig-leichter Gesang steht nie penetrant im Vordergrund, sondern gliedert sich in allen Tracks eher bewundernswert organisch in die muskalische Klanglandschaft ein.

‚Earthbeat‘ beginnt bezeichnenderweise mit einem Instrumentaltrack, dem sonoren ‚Totem‚, das mit puckernden Beats und an The XX erinnernden Gitarrenläufen einen dringlichen Einstieg ins Album schafft.

Das Album hat einen sehr organischen, fast schon naturverbundenen Klang – der Titel ‚Earthbeat‘ macht vor diesem Hintergrund eine Menge Sinn. Tracks wie das tolle ‚Airwaves‚, das eine wunderbare Gitarrenmelodie mit fast schon engelsgleichem Gesang und  verwunschenen Synthies im Refrain verbindet, sind bezeichnend für den Sound der Band. Etwas außergewöhnlich, zu Beginn manchmal gewöhnungsbedürftig, ist ‚Earthbeat‘ definitiv ein Album auf den zweiten Blick, das aber dafür vermutlich umso zeitloser sein dürfte. Und es gibt auch  etwas upbeat-lastigere Nummern, die zwischen den sonst eher ruhigeren Songs herausstechen, wie das treibende ‚Colours‚: ein vertracktes Schlagzeug, hallende Sythies und eine zirpende E-Gitarre erinnern an ein uneheliches Kind von The XX und den Editors.

Die Songs brauchen etwas Zeit, um sich vollständig zu entfalten, aber wer dem Album ungeteilte Aufmerksamkeit und Zeit schenkt, wird von ‚Earthbeat‘ definitiv belohnt!

Be Forest – Earthbeat
VÖ: 4. Februar 2014
www.beforestofficial.tumblr.com
www.facebook.com/beforest3

Tour von Be Forest:
21.03.14 Tsunami Club, Köln
22.03.14 Oetinger Villa, Darmstadt
24.03.14 Cairo, Würzburg
25.03.14 Monarch, Berlin
26.03.14 Astrastube, Hamburg
27.03.14 Franzis, Wetzlar
28.03.14 W1, Regensburg
29.03.14 Sunny Red, München

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