Kritik no image

Veröffentlicht am 28.03.2014 | von Tobias

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VENUS IM PELZ – Filmkritik & Verlosung

Für mich ist es ein Stück über zwei Menschen, die für immer miteinander verbunden sind.

(Thomas – Venus im Pelz)

Theaterregisseur Thomas (Mathieu Amalric) will ein Stück auf die Bühne bringen. Doch das Casting bringt in fast zur Verzweiflung. Es will sich kein richtiger Schauspieler für die Hauptrolle finden. Nach einem weiteren Castingtag, erscheint Vanda (Emmanuelle Seigner) viel zu spät. Die naive und einfältige Frau überredet Thomas doch noch vorsprechen zu dürfen. Während der Probe entsteht ein lustvolles Spiel, welches verdeckte Leidenschaften offenbart.

Roman Polanski kehrt zurück in die Kinos. Wie schon bei seinem letzten Film hat er sich wieder einem Theaterstück angenommen. Dieses Mal dem Skandalbuch ’Venus im Pelz’  von Leopold von Sacher-Masoch. Er scheint Gefallen an reduzierten Kammerspielen gefunden haben. Natürlich mag das auch mit der Tatsache einhergehen, dass er in letzter Zeit eher nachteilig in der Presse zu finden war und seine Arbeit im Moment eingeschränkt ist. Darauf will man hier jedoch nicht weiter eingehen.

Nicht jeder Regisseur würde es schaffen mit so extrem reduzierten Mitteln eine Geschichte zu erzählen, die sich über fast 100 Minuten trägt. Zwei Schauspieler, ein altes Pariser Theater und eine Geschichte reichen dem Altmeister aus um ein faszinierendes Spiel über Liebe, Lust und Verlangen zu gestalteten.

Dies gelingt primär durch die hervorragenden, schauspielerischen Leistungen von Mathieu Amalric und Emmanuelle Seigner. Letztere ist die Ehefrau von Roman Polanski und man merkt, dass viel Vertrauen am Set geherrscht haben muss. Seigner lässt sich voll und ganz in ihrer Rolle fallen und liefert eine Performance ab, die beeindruckt und viel von der Wandelbarkeit dieser Frau zeigt.

Vordergründig geht es natürlich um das Thema SM und die Akzeptanz bzw. den Umgang mit diesem Fetisch. Auf der Metaebene geht es aber auch um den Umgang miteinander in einer Beziehung, wie viel Liebe man geben kann und viel man dafür verlangen darf. Was muss in sich selbst aufgegeben werden um eine Liebe aufrecht zu erhalten? Genau in dieser Ebene liegt die Stärke des Films, denn er transportiert so viel mehr als auf den ersten Blick sichtbar.

Getragen wird ’Venus im Pelz’ insbesondere durch die Dialoge – und das sind einige. Über die Dauer des Films wird das anstrengend und kostet viel Konzentration. Sich einfach berieseln lassen ist bei diesem Werk nicht möglich.

Es ist eine Freude zu sehen, wie Polanski einen neuen Stil für sich gefunden hat und diesen Konsequenz durchzieht und dadurch andere, besondere Filme schafft. Natürlich entfernt er sich damit immer mehr von früheren Arbeiten, die mehr Mainstream mit Action oder Horror aufboten. Aber keine künstlerische Entwicklung wäre eine Enttäuschung für das eigene Werk.

Regie: Roman Polanski
Darsteller: Emmanuelle Seigner, Mathieu Amalric
DVD-VÖ: 28.. März 2014, EuroVideo Medien GmbH

In Zusammenarbeit mit EuroVideo Medien GmbH verlosen wir 2 Exemplare des Buchs zu  ‘Venus im Pelz’ – ihr wollt gewinnen? Dann schreibt uns bis zum 04. April eine Mail mit eurer Adresse bzw. dem Betreff ‘Pelz’ an gewinnen@bedroomdisco.de und mit etwas Glück habt ihr schon bald Gewinnpost von uns in eurem Briefkasten!

 

 

 

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Über den Autor

Tobias ist 31, Schwabe aus Überzeugung, trägt aus Prinzip keine kurzen Hosen. Liebt Musik, Bücher, Filme und Schnitzel.



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