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Veröffentlicht am 8.05.2015 | von Lara

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LESLIE CLIO – Eureka

Oh, I figure it out,
It´s all about having no doubt
And I got my head in the clouds,
I let it out, just let it out
I´m on a mission and I´m feeling fine, I let it shine, I let it shine,
My time has just begun, I feel so alive, I think I´m fine, I think I´m fine

(Leslie Clio – Eureka)

Sie gilt als neue Hoffnung des deutschen Pops. Mit ihrem Debüt ‚Gladys‚ etablierte Leslie Clio vor zwei Jahren den sogenannten „Blue-Eyed Soul“ hier in den Radios. Jetzt meldet sich die Wahlberlinerin mit ihrem Zweitwerk ‚Eureka‚ zurück – und der Name ist Programm. Die zuvor etwas düsteren Liebeskummer-Songs sind jetzt auf dem neuen Album spurlos verschwunden. ‚Eureka‘ präsentiert die fröhliche, optimistische Sängerin, die nach vorne blickt und das Leben genießt.

Dabei läuft das Album an manchen Stellen Gefahr, zu glatt zu klingen. Leslie Clio will mehr in die Radios, das wird schon am Anfang klar. Mit den schwungvollen Nummern ‚Eureka‚ und ‚My Heart Ain´t That Broken‚ nimmt Clio Kurs auf den Mainstream. „I won’t be missing, be missing you, nanananananana“ sind Zeilen des Aufbruchs. Dunkle Bass-Töne weichen hellen, fröhlichen Melodien und die Beats werden schneller. Auch ‚Be With You‚ ist Gute-Laune-Pop vom Feinsten, Sonnenschein und Bubblegum inklusive. Keine Frage, diese Songs sind eingängig und eignen sich wunderbar für den Sommer.

Doch die geheimnisvolle und coole Attitude, die Leslie Clio auf ihrem Debüt preisgab muss für eine offensichtlichere und fast schon zwanghaft fröhliche Seite Platz machen. Das ganze Album dreht sich um einen Break-Up, der konsequent optimistisch überwindet werden muss. Klang sie zuerst noch verletzlicher, zeigt die Sängerin sich nun nur noch von ihrer starken Seite, was jedoch nicht mehr so authentisch scheint. Auch wäre es wünschenswert gewesen, textlich zu variieren. So scheint es, als hätte die Musikerin nicht wirklich viel zu sagen mit ihrem Album.

Damage Done‚ und ‚Fuck What They Told Ya‚ klingen fast schon trivial. Man fragt sich, wo die eigene Identität der Sängerin hin ist? Das jazzige ‚Make Things Better‚ und die Ballade ‚All The Other Fools‚ erinnern da schon eher an den alten Groove. Mit ‚Only A Fool Breaks His Heart‚ und ‚Remedy‚ schließt Leslie Clio das Album mit kitschigem Piano-Pop. Schade, denn man hatte kurz das Gefühl, die Sängerin würde sich wieder fangen.

‚Eureka‘ hat ein paar gute Momente, doch der Sound ist insgesamt sehr glattgebügelt und setzt auf Pop ohne besonders viele Ecken und Kanten. Manchmal bietet schlechte Laune eben mehr Inspiration.

3von5

Leslie Clio – Eureka
VÖ: 17. April 2015, Vertigo Berlin
www.leslieclio.com
www.facebook.com/LeslieClio

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