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Veröffentlicht am 15.02.2016 | von Eva-Marie

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SCHOOL OF SEVEN BELLS – SVIIB


Foto-© Clarke Tolton & Justin Hollar

Open your eyes love
All alone
Open your eyes love
Weeping

I know that you were strong, but life was moving on so
Get it together cause now anger is your pleasure and then
Pleasure is a tether that fit you for too long
Now you’re thinking that you’re better cause your thinking made you strong, but
What you don’t get is the color of regret
Is the thing that made you sweat
When you try to paint a picture of life in the future
When the present’s too wet
With the tears that you wept long ago
Feeling the fire still keeping your head turned around in the past
Flooding the present with the role that you cast for hurt as the villain and you who came in last

(School Of Seven Bells – Open Your Eyes)

School Of Seven Bells veröffentlichen mit ‘SVIIB’ ihr viertes und letztes Album. Dass es das letzte sein wird, haben sie nicht selbst entschieden. Bandkollege Benjamin Curtis starb Ende 2013 im Alter von 35 Jahren an Leukämie und für die anderen war klar, dass es ohne ihn nicht weitergehen kann. Die Songs entstanden im Sommer 2012; zwei Jahre später begab man sich ins Studio, um möglichst viel von Benjamins Sound zu erhalten und auf dieser letzten Platte festzuhalten.

‚Open Your Eyes‘ war die erste Single der Platte und hat da angeschlossen, wo das letzte Album aufgehört hat: Mit viiel Synthie-Pop. Als Fan und Hörer des Debüts ‚Alpinisms‘ hatte man es schon die ganze Zeit nicht ganz leicht mit der Entwicklung der Band aus New York und wird auch hier ernüchternd feststellen, dass der Schlussakkord in Form von ‚SVIIB‘ nicht ohne Langeweile auskommt. Man vermisst immer noch die klugen und verschachtelten Kompositionen vom Anfang, die ihren Shoegaze-Sound so auffallend gemacht haben.

Die Band selbst beschreibt das Album als Liebesbrief, welcher die Ära der Band erzählt und würdigt. Es ist natürlich schwierig ihnen das abzusprechen, aber man tut sich einfach schwer mit jedem weiteren sich auffächernden Synthesizer. Schon der Anfang ‚Ablaze‘ wirkt dadurch seltsam banalisiert, wobei er doch das Potenzial gehabt hätte, in seiner Einfachheit zu überzeugen. Das setzt sich auch beim folgenden ‚On My Heart‘ fort und gewinnt erst bei ‚Elias‘ ein bisschen an Coolness. Sehr entspannt beept sich der Track ins Gedächtnis und kann zusammen mit ‚Signals‘ die Enttäuschung ein wenig abdämpfen.

Mit ‚Confusion‘ gibt es den letzten Lichtblick der Platte, der in seiner Langsamkeit schon fast wieder bombastisch wirkt. Ein lupenreiner Shoegazer, der mit seiner zähen Zerbrechlichkeit an einen wolkenverhangenen Katermorgen erinnert, bei dem doch noch ein paar Sonnenstrahlen ins Bewusstsein dringen. Etwas betäubt von dem Gefühl lässt sich trotzdem nicht daran rütteln, dass ‚SVIIB‘ nicht das Ende ist, was man sich für diese Band versprochen hatte. Hinter großen Gefühlen stehen zum Teil triviale Melodien, die nicht das transportieren können, was die Bedeutungsebene so gerne sagen möchte.

Bildschirmfoto 2016-01-04 um 22.47.09

SCHOOL OF SEVEN BELLS – SVIIB
VÖ: 26. Februar 2016, Rough Trade
www.sviib.com
www.facebook.com/schoolofsevenbells

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