Kritik

Veröffentlicht am 24.02.2016 | von Dominik

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THE PROGRAM – Filmkritik

The Program - Filmkritik

Ist das echt oder ist das Doping?

(David – The Program)

Zu einer Zeit war die jährliche Tour de France ein gern- und langgesehenes TV-Event für groß und klein – bis das Doping überhand nahm und den gesamten Radsport unsympathisch und uninteressant machte. Eine der Gestalten, die diesen Prozess mit zu verantworten hatte und selbst von einer Licht- zu Schattengestalt wurde, ist dabei Lance Armstrong. Oder um es mit dem Cover von ‚The Program‚ zu sagen: „Lance Armstrong hat jeden besiegt, aber nicht die Wahrheit„!

Als in seiner Heimat gefeierter Newcomer versuchte der US-Amerikaner Lance Armstrong (Ben Foster) auch bei seinen ersten Radrennen in Europa die ganz großen Ambitionen ins Visier zu nehmen. Doch körperlich ist er nicht dazu gemacht mit den großen des europäischen Wettkamps mitzuhalten – wäre da nicht Doktor Michele Ferrari (Guillaume Canet), der den ehrgeizigen Heißsporn zum Gewinner hochdopt, nachdem er den Krebs besiegt hat. Eine wunderschöne Heldenstory also – den Krebs besiegt, anderen Hoffnung gegeben und auf ein mal unbesiegbar – wäre da nicht das Doping, das Lance Armstrong am Ende auffliegen lässt und ihm alle Titel nimmt.

Mit ‚The Program‘ hat sich Regisseur Stephen Frears (‚The Queen‘, ‚High Fidelity‘) der Geschichte um Lance Armstrong angenommen und den Auf- und Abstieg des all american Sternchens dokumentiert. Zu Beginn wie in einer Sprint-Etappe gibt der Film dabei ordentlich Gas und streift die einzelnen Stationen aus der Kariere des Doping-Sünders nur so im Vorbeifahren, um dann kurze Zeit später einen abrupten Stop einzulegen. Bis dahin unterhält und informiert der Film jedoch ungemein…und dass der Hauptcharakter letztlich nicht sympathisch im Gedächtnis bleibt, liegt wohl weniger am Film als an Lance Armstrong, der aber auch alles seinem persönlichen Erfolg untergeordnet hat.

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The Program (UK 2015)
Regie: Stephen Frears
Darsteller: Ben Foster, Chris O’Dowd, Guillaume Canet, Jesse Plemons, Lee Pace
Heimkino-Start: 18. Februar 2016, STUDIOCANAL

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