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Veröffentlicht am 18.03.2016 | von Lara

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AURORA – All My Demons Greeting Me As A Friend

Aurora - All My Deamons Greating Me CD-Kritik

I was listening to the ocean
I saw a face in the sand
But when I picked it up
Then it vanished away from my hands
I had a dream I was seven
Climbing my way in a tree
I saw a piece of heaven
Waiting, impatient, for me
And I was running far away
Would I run off the world someday?
Nobody knows, nobody knows
And I was dancing in the rain
I felt alive and I can’t complain
But now take me home
Take me home where I belong
I can’t take it anymore

(Aurora – Runaway)

Gerade mal 19 Jahre alt und schon einer der vielversprechendsten Acts für 2016. Die Norwegerin Aurora verzaubert auf ihrem Debüt ‚All My Demons Greeting Me As A Friend‚ mit feinfühligen Elektro-Klängen, die die Stimmung von sonnigen Wintertagen einfangen. Die Synthies sind großflächig, Auroras Stimme zart und die Beats imposant.

Dass Aurora aus dem Norden kommt, ist sicherlich auf der Platte herauszuhören. Die dreizehn Songs haben etwas kühles, fast schon Goth-artiges, schweben aber majestätisch durchs Ohr. ‚Running With The Wolves‚, bekannt aus der Werbung für einen großen Mobilfunkanbieter, ist eine energiegeladene Pop-Hymne, die nicht mehr so leicht aus dem Ohr verschwindet. Auroras Stimme ist hoch und zerbrechlich. Ein schöner Kontrast zu den schweren Elektro-Beats. ‚Conquerer‚ macht mit der gleichen Power weiter und beeindruckt mit einem treibenden Klanggerüst aus Synthiepop und Indie-Rock. „I´ve been looking for the only one but you don´t seem to come my way„, singt die Norwegerin inbrünstig. Oft wird sie mit Ellie Goulding, Kate Bush und Lykke Li verglichen. Keine schlechten Vorbilder zumindest.

Runaway‚ ist ein melancholische Ballade, die mit detaillierter Instrumentierung und feinen Vocals überzeugt. Aurora ist keine Künstlerin, die leichte und fröhliche Musik macht. Umso mehr spielt sie mit düsteren, tiefsinnigen und feingeistigen Stimmungen. ‚Murder Song (5,4,3,2,1)‚ handelt vom Tod des eigenen Ichs.: „He holds the gun against my head, I close my eyes and bang I am dead, I know he knows that he’s killing me for mercy.“ Der Bass wird schwerer, das Klavier schneller und die Stimme lauter. Ebenso gelungen ist das Oasis-Cover ‚Half The World Away‚, das zwischen Folk und Klavierpop schwingt und den Song von 1994 moderne 2016 katapultiert.

‚All My Demons Greeting Me As A Friend‘ ist zwar ein langer Titel, hat es aber in sich. Aurora legt ein sehr vielseitiges Album vor, das sich grazil und ebenso kraftvoll im Popkosmos bewegt. Diese junge Lady sollte man sich merken.

4von5

Aurora – All My Demons Greeting Me As A Friend
VÖ: 11. März 2016, Vertigo Berlin
www.aurora-music.com
www.facebook.com/iamAURORA

Aurora Tour:
21.03.16 Heimathafen Neukölln, Berlin
29.04.16 Mojo, Hamburg
01.05.16 Freiheiz, München
02.05.16 Gloria, Köln

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