Filmnews Cannes

Veröffentlicht am 19.05.2017 | von Fred

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arte Mediathek – Die Cannes Chroniken

Gerade wurde die Filmfestspiele in Cannes eröffnet und das filmische Ikonen-Aufgebot könnte größer nicht sein. Fatih Akin, Sofia Coppola, David Lynch, Alejandro G. Iñárritu (mit einer exklusiv-immersiven Virtual-Reality Installation!), Francois Ozon, Takashi Miike, Noah Baumbach und Roman Polanski. Da kann man schon ein wenig aufgeregt sein! Ein wenig aufgeregt wurde sich auch, über die Premiere zweier Produktionen aus dem Hause Netflix – ein Fauxpas, denn natürlich bekommen die Filme Okja von Bong Joon-ho und The Meyerowitz Stories (New and Selected) von Noah Baumbach keine regulären Kinostarts. Schnell haben Kinobetreiber und Verleiher dem Festival nicht weniger als eine Änderung der Statuten abgerungen: Ab 2018 muss jeder Film, der im Wettbewerb läuft, einen Kinostart in Frankreich aufweisen können. Kann man mal machen.

Da die aktuellen Cannes Filme noch ein wenig auf sich warten lassen, hat der Mediatheken-Spezialist arte in den nächsten Wochen ein paar herausragende Filme aus den Cannes Chroniken im Programm. Unsere 3 Tipps für den verregneten Sommerabend:

 

Mommy – Xavier Dolan

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„In Kanada gibt es ein Gesetz, welches jungen Eltern unter bestimmten Umständen ermöglicht, Problemkinder in die Obhut von Krankenhäusern zu geben. Steve ist ein solches Problemkind. Er hat ADHS, kann sich nicht konzentrieren, ist auch ansonsten verhaltensgestört und neigt zu Aggressivität. Als er in seinem Erziehungsheim einen Brand stiftet, steht seine junge, verwitwete Mutter vor der Entscheidung, ihn dem neuen Gesetz auszuliefern. Doch sie besinnt sich eines Besseren und nimmt Steve bei sich auf. Nach anfänglichen Problemen und Übergriffen verbessert sich die Situation der beiden, als die Nachbarin Kyla in ihr Leben tritt. Kyla leidet seit kurzem an schweren Stotteranfällen und kann ihren Beruf als Lehrerin nicht mehr ausüben. Die drei beginnen, aneinander zu wachsen und ihre Schwächen zu überwinden.“

 

Masaan – Neeraj Ghaywan
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Benares, Indien: Im Mittelpunkt steht das Schicksal zweier junger Menschen, die – gebeutelt durch sozialen Druck, Kastenschranken und Armut – am Ufer des Ganges aufwachsen. Eine von ihnen ist Devi, deren romantische Affäre mit dem Studenten Piyush von der Polizei unterbunden wird und mit Piyushs Selbstmord endet. Nun muss sie versuchen, aus ihrem Gefängnis von Trauer und Schuldgefühlen zu entkommen, sowie einen korrupten Polizisten bezahlen, der ihre Geschichte publik machen will. Im selben Viertel wie Devi wohnt auch Deepak, der kurz vor seinem Abschluss in Bauingenieurwesen steht und eine aussichtsreiche Zukunft vor sich hat. Doch er gehört einer niedrigen Kaste an, was er seiner neuen Freundin Sadhya verschweigt. Auch ihre Beziehung findet ein jähes Ende. Weder Devi noch Deepak finden sich aber damit ab.“

 

Like Father, like Son
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„Die Familienväter Ryota und Yudai könnten unterschiedlicher nicht sein. Ryota ist ein Erfolgsmensch, der im turbulenten Herzen der Metropole mit seiner Frau und seinem Sohn Keita eine Hochhaussuite bewohnt. Er liebt seinen Sohn, hat aber kaum Zeit für ihn, denn er ist vor allem auf beruflichen Erfolg aus. Am Stadtrand lebt Yudai mit seinen drei Kindern und seiner Frau sorglos in den Tag hinein und kümmert sich vielleicht zu viel um Spaß und Kurzweil und zu wenig um finanzielle Sicherheit. Eines Tages kreuzen sich die Schicksale beider Familien, als sich herausstellt, dass eine Krankenschwester die Söhne Keita und Ryusei vor sieben Jahren nach der Geburt vertauscht hat. Nun stehen die Eltern vor einer schweren Entscheidung: Sollen die Kinder zurückgetauscht werden – oder in der Familie aufwachsen, in der sie sich zu Hause fühlen? Mit „Vater und Sohn“ drehte Koreeda Hirokazu 2013 ein „zärtliches Gedicht“, wie es ein Kritiker schrieb (Robbie Collin in „The Telegraph“), über die unterschiedlichen Auffassungen von Elternschaft und Vaterliebe und stellt in rücksichts- und respektvollem Ton die Frage, was wichtiger ist: Blutsverwandtschaft oder über ein Leben lang gewonnene Zuneigung und Vertrauen.“

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Über den Autor

Fred ist 32 Jahre, wohnt in der Pop-City Damstadt und mag Hunde, Pizza und Musik.



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