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Veröffentlicht am 17.01.2018 | von Susan

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TYPHOON – Offerings

I don’t wanna live with the kinds of trouble I keep finding myself in

Mirror to my left, and mirror to my right
A void stretching out on either side
Is it your face or mine?

Try to leave a mark
We carve our names
All cornered animals behave the same then get eaten alive

So that’s it
I wash my hands
I cut my ties to the world and its vicious appetites
Yes I am ready to die
Yeah, I’m ready, I’m ready to die

(Typhoon – Darker)

Tiefstapelei hatte man von dem vielköpfigen Kollektiv Typhoon aus Portland wohl nicht erwartet, doch was einem auf dem neuen Album Offerings, das am 12.01. erschienen ist, entgegenschlägt, gleicht schon einen Wirbelsturm der Vielfältigkeit. Nachdem sich Mastermind Kyle Morton und seine Entourage, mit ihren bisher vier veröffentlichten Alben, einen sehr guten Ruf als gestandene Indieband aufgebaut haben, geht es in Offerings schon etwas rockiger zu. Durch Percussions, Violinen, Trompeten, Piano, Xylophon und zwei Drumsets sorgen sie hier für die nötige Komplexität. Vergleichbar mit einer turbulenten Achterbahnfahrt teilt sich das Werk in vier Abschnitte: Floodplains, Flood, Reckoning und Afterparty. Diese vier mentalen Phasen werden von einer Hauptfigur durchlaufen, beginnend mit der Phase, in der sie realisiert, dass etwas nicht stimmt wie die Songs Wake und Rorschach verdeutlichen. Es folgt, wie Remember zeigt, der Kampf mit dem Chaos, bis schlussendlich die aussichtslose Lage akzeptiert wird, was in Darker sehr deutlich wird.

Schließlich erliegt sie am Ende, in Sleep, doch einem furchtbaren Schicksal. Morton schafft dadurch nicht nur die Reise eines Charakters, sondern zudem eine Parallele zum aktuellen Zustand der heutigen Welt. Es geht um die Selbstfindung und Erinnerungen, die jeden der 14 Songs an sich zu einem kleinen Puzzlestück eines großen Ganzen werden lässt. Damit funktioniert das Album nicht allein und sollte vielmehr als Gesamtkunstwerk verstanden werden. Hier hat sich jemand Gedanken gemacht und regt damit zum Träumen und Mitfiebern an. Und ein bisschen Chaos im Kopf hat schließlich noch keinem geschadet.

Typhoon – Offerings
VÖ: 12. Janaur 2018, Roll Call Records
www.wearetyphoon.com
www.facebook.com/wearetyphoon

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Über den Autor

Susan wohnt in Hamburg und wollte früher hauptberuflich Groupie werden, bis ihr ein Exfreund einen Song auf Myspace widmete. Der hat bis heute 200 Klicks. Von ihr.



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