THE FIVE – Kritik

Ich hab oft an ihn gedacht, jedes Jahr an dem Tag.

(Pru – The Five)

Vier Freunde und der kleine Bruder von einem der vier gehen in den Wald, nur die Freunde kommen zurück. Der kleine Jesse bleibt verschwunden und der Tag belastet die Freunde und ihre Familien noch 20 Jahre später, jeder von ihnen hat noch Geheimnisse, wenn auch nur noch wenig Hoffnung, dass Jesse wieder auftauchen könnte. Bis die DNA von Jesse plötzlich am Tatort eines Mordfalls auftaucht. Lebt Jesse noch? Ist er in die Mordreihe, der junge Frauen zum Opfer fallen, verwickelt? Und wo war Jesse die letzten 20 Jahre?

The Five stammt aus der Feder des 10-fachen New York Times Bestseller-Autors Harlan Coben, der bei seiner ersten TV-Produktion auch gleich als ausführender Produzent fungierte. Man könnte also meinen, dass eine gute Handlung vorliegt und durch die direkte Beteiligung von Coben als Produzent auch nicht negativ an dieser herumgewerkelt wurde – doch letztlich ist die Geschichte um die vier Freunde und den vermissten fünften, der negative Haken der britischen Serie. Zu oberflächlich bleibt das Drama, zu plump die Dialoge und überhaupt lassen einen die zehn Folgen relativ schnell kalt. Dazu versucht die Serie die inhaltlichen Löcher mit nicht zur Handlung passenden Effekten zu kaschieren, während sich der Cast hölzern durch die Folgen bewegen.

Sehr schade, denn gerade die Thematik des verlorenen Kinds, bot doch schon häufiger hochkarätigen Serien als Vorlage – The Five schafft es leider nicht dieser viel Leben einzuhauchen und unterhält dadurch nur leidig.

The Five (UK 2016)
Idee: Harlan Coben
Darsteller: Tom Cullen, O. T. Fagbenle, Lee Ingleby, Sarah Solemani, Hannah Arterton, Geraldine James
Heimkino-VÖ: 8. Februar, STUDIOCANAL

Dominik

Bedroomdisco-Gründer, Redaktions-Chef, Hans in allen Gassen, Golden Leaves Festival Booker, Sammler, Fanboy, Exil-Darmstädter Wahl-Hamburger & happy kid, stuck with the heart of a sad punk - spreading love for great music since '08!

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