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Veröffentlicht am 26.03.2018 | von Sophia Sailer

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GUNDELACH – Baltus


Foto-© Fredrik Harper

I was looking for someone
If you thought o fit you would understand
I’ve been waiting for so long
And I’m probably gonna be waiting again

I’ve been out of a cold light
And I thought I couldn’t feel anymore
Underneath all the street lights
If you’re holding me I’m not gonna fall

(Gundelach – Duck Hunting)

Seit einigen Jahren spuckt der norwegische Künstler Gundelach nun auf den hippen, kleinen, bestenfalls selbstgebauten Festivalbühnen umher. Für mehr als die Opener-Slots hat es bisher jedoch noch nicht gereicht. Kein Wunder, schließlich hatte Kai Gundelach bisher noch nicht viel vorzuweisen: lediglich eine EP war es. Doch die sechs Songs unter dem selbstbetitelten Dach konnten überzeugen. Zwei Jahre später veröffentlicht der Musiker nun sein Debüt Baltus.

Angesichts der vorab erschienenen Single – eine Kollaboration mit der norwegischen Künstlerin ARY – könnte man meinen, Gundelach hätte nichts an Poppigkeit eingebüßt. Der unruhige Song ist eingängig, kurzweilig – zieht. Dank der weiblichen Stimme sind Referenzen zu The xx nicht von der Hand zu weisen (siehe Past the Building). Doch dieser Schluss stellt sich als fehlerhaft heraus. Dass dunkle Gefühle in Gundelach schlummern ist kein Geheimnis, doch auf seinem Debüt wird es zwischen kühlen Synthesizern und zurückhaltendem Falsett, das anfänglich gar spärlich gesät ist, geradezu düster (Hurt).

Daraus macht der Künstler selbst gar kein Geheimnis. Zur Entstehung von Duck Hunting erzählt er: „This song is about being in a relationship, about being depressed and having someone helping you through it.“ Diesen Vibe spürt man der Platte tatsächlich an. Dieses leicht melancholische, die traurigen Lyrics im Gegensatz zu den rastlosen, tanzbaren Beats – eine Kombi, die Gundelach zweifelsohne von Anfang an beherrschte. Das bestätigt nun auch sein Debüt auf Albumlänge.

Gundelach – Baltus
VÖ: 16. März 2018, U OK?
www.gundelachmusic.com
www.facebook.com/gundelachmusic

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