Kritik

Veröffentlicht am 25.09.2018 | von Julius Tamm

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DIE UNGLAUBLICHEN 2 – Filmkritik

14 Jahre sind vergangen, seit die Unglaublichen als Familie mit Superkräften über die Leinwand gehüpft sind. Nun sind sie zurück und locken all die wartenden Fans, die mittlerweile etwas älter geworden sind, zurück in die Kinos. In einer Zeit, in der Superhelden eine Daseinsberechtigung wie nie zuvor haben, ist es auch mal spannend zu sehen, was passiert, wenn Super-Sein illegal ist. Regisseur Brad Bird führt uns mit Die Unglaublichen 2 zurück in unsere Kindheit, erfüllt uns einen langersehnten Traum und passt seinen Film doch an die reifere Fangemeinde an.

Die Unglaublichen 2 knüpft nahtlos an den ersten Teil an. Nachdem der Superschurke Syndrome die Stadt terrorisiert und das Heim von Familie Parr zerstört hat, müssen die fünf Unglaublichen sich auch noch für ihre Rettungsaktion vor der Polizei verantworten, denn Superhelden sind immer noch illegal. Zwar werden die Eltern Helen und Bob alias Elastigirl und Mr. Incredible wieder frei gelassen, aber trotzdem stehen sie ohne sichere Herberge und Einkommen dar. Kurz vor der Verzweiflung wird den beiden Super-Eltern und ihrem Freund Frozone von dem dubiosen Geschäftsmann Winston Deaver und seiner Schwester Evelyn ein Jobangebot unterbreitet. Sie sollen weiterhin Heldentaten vollbringen und sich dabei filmen lassen. Durch die neue Perspektive auf die Aktivitäten der Helden, erhoffen sich die Deaver Geschwister die erneute Legalisierung von Superhelden. Für den Anfang soll nur Elastigirl alleine eingesetzt werden, um mögliche Schäden durch Kämpfe klein zu halten und der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten. Derweil kümmert sich Bob um die drei Kinder Flash, Violetta und Baby Jack-Jack. Konfrontiert mit den Schwierigkeiten der Kindererziehung, von Baby hüten, das auf einmal Superkräfte hat, bis hin zu pubertären Launen, lernt der ehemalige Mr. Incredible, was seine Frau in den letzten Jahren alles getan hat, um ihm den Rücken frei zu halten. Als dann jedoch ein neuer Superschurke auf den Plan tritt und Elastigirl bedroht, muss Familie Parr zusammenhalten und gemeinsam den Tag retten.

Disney liebt Remakes und Sequals und hat damit auch noch richtig Erfolg. Mit Die Unglaublichen 2 hat das Studio etwas ganz Besonderes geschaffen. Eine Ewigkeit mussten die Fans warten, aber es hat sich am Ende doch gelohnt. Brad Bird, der auch schon beim ersten Teil Regie führte, hat es geschafft, dem neuen Film den alten Charme zu verleihen. Mit abwechslungsreichem und geschicktem Humor präsentiert uns Bird die altbekannten Figuren mit ihren altbekannten Eigenschaften und es fühlt sich an, als wäre es wieder 2004. Leider driftet der Film ab und zu in eine düstere Stimmung ab, die aus anderen Disney-Produktionen nicht bekannt ist. Bei dem ganzen Ernst, den der Alltag so zu bieten hat, braucht es nicht noch mehr davon in Filmen wie Die Unglaublichen 2. Doch diese Momente sind kurz und werden schnell durch einen lustigen Spruch oder etwas, was Baby Jack-Jack macht, aufgelöst. Rundum ist es eine gelungene Fortsetzung geworden und ein Kinobesuch lohnt sich.

Incredibles 2 (USA 2018)
Regie: Brad Bird
Sprecher: Katrin Fröhlich, Markus Maria Profitlich, Emilia Schüle, Dominik Schneider
Kinostart: 27. September 2018, Disney

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Über den Autor

Hat irgendwas mit Medien studiert, schaut gerne Filme und trinkt zu viel Tee. Schreibt für bedroomdisco, FRIZZ Darmstadt und bei hr-iNFO Online



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