Kritik

Veröffentlicht am 28.11.2018 | von Dominik

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HOMELAND – Staffel 7 – Kritik

Zuletzt, in der Kritik zur sechsten Staffel von Homeland, schrieben wir darüber, wie es die Serie nach einem etwas zähen Übergang langsam aber sicher mit Staffel fünf und besonders mit Staffel sechs endlich geschafft hat, sich neu zu erfinden. Neuer Schwung, mehr Spannung und ein neuer Handlungsstrang, der endlich wieder an die ersten Folgen der Erfolgsserie anzuknüpfen vermochten. Und Staffel sieben versucht direkt die Handlung fortzuführen – mit ähnlich gutem Ergebnis?

Amerika erholt sich immer noch von dem versuchten Anschlag auf die Präsidentin Keane (Elizabeth Marvel), die wiederum die Flucht nach Vorne antritt, eine ganze Riege an Staatsbeamten und vermeintlichen Feinden inhaftiert und sich auch ansonsten als rachsüchtig und nachträglich zeigt. Das ruft natürlich ihre Feinde auf den Plan, genauso wie den Journalisten Brett O’Keefe (Jake Weber), der jede Meldung nutzt um den Ruf der Präsidentin in den Dreck zu ziehen und ihre Handlungen zu hinterfragen, während er sich auf der Flucht vor dem Gesetzt befindet. Carrie Mathison (Claire Danes) hingegen gehört nicht mehr zum Kreis der Vertrauten der Präsidentin, ist arbeitslos und lebt bei ihrer Schwester. Doch natürlich arbeitet Carrie daran die ohne Beweise inhaftierten Ex-Kollegen aus dem Gefängnis zu befreien. Und natürlich wittert sie schnell eine ganz andere Verschwörung…

Die Macher von Homeland wären schon immer gut politische Krisen vorauszudenken und in spannende Staffel-Plots umzumünzen. Die Handlung wird dabei seit jeher vom Hauptcharakter Carrie Matthison getragen – doch immer mehr zeigt sich mittlerweile die Handhabe der Macher, gerade auch an der Figur der Carrie. Klar ist Claire Danes Charakter allein schon dadurch, dass die Schauspielerin ja auch Produzentin der Serie ist, immer der wichtigste Baustein der Serie. Doch je weniger den Machern zur wirklichen Handlung einfällt, umso stärker wird auf die Krankheit des Charakters eingegangen, leidet Carrie doch an einer bipolaren Störung. Staffel sieben tritt das Thema leider in voller Länge breit und sorgt dafür, dass man die Figur der Carrie und ihre teils überhaupt nicht mehr nachzuvollziehenden Handlung immer nerviger findet. Erst als dann Mitte der Staffel wieder mehr Handlung stattfindet und die Spannung zunimmt, wird die Staffel immer besser und rettet sich dann doch noch über die Zeit…vielleicht hätten es letztlich einfach 1-2 Folgen weniger getan, um der Staffel mehr Kürze und Würze zu geben. So hinkt sie leider mal wieder der besseren Hälfte der Serie etwas hinterher.

Homeland – Season 7 (USA 2018)
Idee: Howard Gordon, Alex Gansa
Darsteller: Claire Danes, Mandy Patinkin, Elizabeth Marvel, Linus Roache, Jake Weber
Heimkino-VÖ: 22. November 2018, 20th Century Fox

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