Kritik

Veröffentlicht am 26.11.2018 | von Julius Tamm

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MANDY – Filmkritik & Verlosung

Neon Demon – was der Film von Nicolas Winding Refn mit dieser Kritik zu tun hat? Eigentlich nichts, außer dass sein Name auch wunderbar zu Mandy passen würde. In die grellsten Neon-Töne getaucht und mit einer reizüberflutenden visuellen Umsetzung bringt Panos Cosmatos mit Mandy einen der schrillsten Horrorfilme 2018 in die Kinos. Kaum etwas an diesem Film ist in irgendeiner Weise normal. Angefangen dabei, dass er am 01. November in die deutschen Kinos kam und schon am 29. November auf Blu Ray und DVD veröffentlicht wird. Zum Heimkinostart haben wir uns Mandy noch einmal angesehen.

Red Miller (Nicolas Cage) lebt 1983 mit seiner Freundin Mandy Bloom (Andrea Riseborough) irgendwo in den nordamerikanischen Wäldern in einer Holzhütte und genießt das beschauliche Leben als Holzfäller. Doch diese Idylle wird ihm von einem Moment auf den anderen entrissen, als er und Mandy von religiösen Fanatikern überfallen werden. Unterstützt von dämonischen Bikern, foltern sie das Pärchen und zünden Mandy vor den Augen Reds bei lebendigem Leib an. Misshandelt, blutend und mit seiner Trauer und Wut alleine zurückgelassen, schafft es Red, sich zu befreien und plant nun einen barbarischen Rachefeldzug. Bewaffnet mit Armbrust und einer selbst geschmiedeten Kriegsaxt macht er sich auf den Weg, die Gruppe ausfindig zu machen und sie seinen Zorn spüren zu lassen. Dabei scheint ihn nichts aufhalten zu können und er versinkt komplett im Blutrausch.

Nichts beschreibt diesen Film besser, als das Wort „überdreht“. Was Cosmatos hier produziert hat, ist ein dröhnender Rache-Horrorfilm, der sich in die Netzhaut der Zuschauer und Zuschauerinnen brennt. Es sind nicht nur die grellroten und neonpinken Lichter, sondern auch der dröhnende Soundtrack, der diesen Film so intensiv macht. An und für sich ist die Story von Mandy ziemlich plump und schon tausendmal da gewesen – eine Person begibt sich nach einem schweren Verlust auf einen Rachefeldzug. Das kennen wir aus John Wick, I Spit on Your Grave, The Equalizer und vielen anderen Filmen. Und doch ist dieser Film anders, verrückt und auf keinen Fall langweilig. Wenn Red sich eine ganze Glasscherbe voll Koks reinpfeift oder auf so übertriebene Weise die Mörder und Mörderinnen seiner Frau umbringt, dass es fast komisch wirkt, zeigt sich, wie ausgezeichnet Nicolas Cage spielt. Eigentlich ist Cage in den letzten Jahren kein wirklich spannender Schauspieler, aber in Mandy überzeugt er endlich mal wieder auf kompletter Linie. Mit wenigen Worten, dafür aber mit starken Emotionen, präsentiert er sich wie ein einsamer Wolf auf der Jagd.

Mandy (USA / BEL 2018)
Regie: Panos Cosmatos
Darsteller: Nicolas Cage, Andrea Riseborough, Linus Roache, Ned Dennehy, Stephan Fraser, Bill Duke
Heimkino-VÖ: 29. November 2018, Koch Media

In Kooperation mit Koch Media verlosen wir zum dieswöchigen Heimkino-Release zwei Mal die DVD zum Film! Ihr wollt gewinnen? Dann schickt uns bis zum 8. Dezember eine Mail mit dem Betreff „Mandy“ und eurer Adresse an gewinnen@bedroomdisco.de und mit etwas Glück habt ihr bald schon Post von uns in eurem Briefkasten!

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Über den Autor

Hat irgendwas mit Medien studiert, schaut gerne Filme und trinkt zu viel Tee. Schreibt für bedroomdisco, FRIZZ Darmstadt und bei hr-iNFO Online



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