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Veröffentlicht am 30.07.2019 | von Dominik

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ANGEL OLSEN – introspektiven Blick auf innere Sinnhaftigkeit


Foto-© Cameron McCool

Zuletzt wurde der Begriff „Kult-Band/Künstler“ gefühlt ein bisschen zu oft bemüht, doch auch bei der Songwriterin Angel Olsen trifft es zu, dass sie mit ihren bisherigen drei Alben sich eine große, wie sehr treue Fanschar erspielt hat. Und für eben diese, sowie für alle, die es noch werden wollen, gibt es an dieser Stelle frohe Kunde, denn die US-amerikanische Folk-Sängerin kündigt heute ihr nunmehr viertes Studioalbum All Mirrors für den 4. Oktober bei Jagjaguwar an. Mit dem Nachfolger des 2016 von Kritikern gefeierten My Woman wagt Olsen einen tiefen introspektiven Blick auf innere Sinnhaftigkeit und Offenbarungen. Während des Arbeitsprozesses zum Album entdeckte sie so eine neue Stimme und Sound – ein energischen Schub vermengt mit hart erkämpften Selbstakzeptanz.

Ursprünglich plante Olsen übrigens All Mirrors in zweifacher Ausfertigung zu veröffentlichen: einerseits als stark reduzierte und hoch intime Versionen der Songs und zum anderen mit Aufnahmen in voller Bandbesetzung. Die Soloversionen der Stücke wurden somit mit Produzenten Michael Harris in Anacortes, Washington aufgenommen. Olsen war hier entschlossen, die Aufnahmen so minimalistisch wie möglich zu halten, um so den Kontrast auf die zu diesem Zeitpunkt noch nicht aufgenommene Bandversion beizubehalten. Kurz Zeit darauf folgte die Arbeit an den anspruchsvolleren und ausgedehnteren Versionen der Songs mit Produzent John Congleton, mit dem Olsen bereits für Durchbruchs-Album Burn Your Fire for No Witness zusammen arbeitete. Weiterhin beteiligten sich Jherek Bischoff (Arrangement) und Multi-Instrumentalist/Arrangeur/Vorproduzent Ben Babbitt sowie ein 14-Köpfiges Orchester an den Aufnahmen.

Es war während dieses Prozesses, als die ursprünglichen Soloversionen ihre Überarbeitung mit Orchester- und Bandbesetzung bekamen, als Olsen realisierte: “I needed to separate these two records and release All Mirrors in its heaviest form…It was impossible for me to deny how powerful and surprising the songs had become. The truth is that I may have never allowed this much sonic change in the first place had I not already made an account of the same songs in their purest form.”

Über mächtige Synthie-Klänge und schwingende Percussions bewegt sich die Leadsingle und Titelstück All Mirrors zwischen der Annahme, was man oftmals in sich und anderen sehen möchte und was jedoch die tatsächliche Realität ist. “I chose this one as the title because I liked the theme: the theme of how we are all mirrors to and for each other,” erklärt Olsen. “Even if that is not all of it, there is always an element of projection in what we’d like to see in people and scenarios and in the way we see ourselves in those scenarios, with those people.” Der Song, sowie das Video, bei dem Ashly Connor Regie führte erscheinen heute mit der Ankündigung des neuen Albums. Abschließend erklärt Olsen dazu: “In every way – from the making of it, to the words, to how I feel moving forward, this record is about owning up to your darkest side, finding the capacity for new love and trusting change even when you feel like a stranger.”

Angel Olsen Tour:
29.01. Kammerspiele, München
30.01. Huxleys Neue Welt, Berlin
05.02. Grünspan, Hamburg

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Über den Autor

Bedroomdisco-Gründer, Redaktions-Chef, Hans in allen Gassen, Golden Leaves Festival Booker, Sammler, Fanboy, Exil-Darmstädter Wahl-Hamburger & happy kid, stuck with the heart of a sad punk - spreading love for great music since '08!



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