Musiknews

Veröffentlicht am 29.08.2019 | von Dominik

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Bedroomdisco Top Alben – September

Diese Woche kommt mit den neuen Alben von Bon Iver, Whitney, The Slow Show, Ilgen-Nur, Ezra Furman und G-Flip – um nur einige zu nennen – noch mal eine ganze Ladung toller Neuveröffentlichungen in die Läden, doch der September wirft schon seinen Schatten voraus! Wir hoffen ihr habt im Sommerloch einen Platten-Notgroschen angespart!

1. Hobo Johnson – The Fall of Hobo Johnson (VÖ: 13.09.2019)

Frank Lopes Jr. hat eine besondere Biographie: Mit 19 Jahren vom Vater aus dem Haus geworfen, lebte er anschließend in seinem Auto, einem 1994er Toyota Corolla – woraus er letztlich auch seinen Künstlernamen entwickelte: Hobo Johnson. Mittlerweile ist er einer der spannendsten Alternative-Hip-Hop- und Spoken-Word-Künstlern, der gerade auch durch seinen Humor und seine besonderen Live-Auftritte auffällt. Nachdem das letzte Album seinen Aufstieg manifestierte, geht es nun um eine Menge falling: falling in love, falling out of it – und falling apart, wenn es vorüber war. Wenig Alben werden euch im September so viel Spaß machen wie das neuste Werk von Hobo Johnson!

2. Thees Uhlmann – Junkies und Scientologen (VÖ: 20.09.2019)

Vor einigen Jahren noch war deutschsprachige Musik in etwa das letzte, was man cool fand oder hören wollte – die einzige Ausnahme, neben all den UK-Britpop oder US-Indie-Rock Bands, auf die sich irgendwie alle dennoch einigen konnten war Tomte! Die Band um Frontmann Thees Uhlmann gibt es ja leider bekannterweise schon länger nicht mehr, dagegen erscheint nun mit Junkies und Scientologen am 20. September das dritte Solo-Album des Punchline-Lieferantens. Und irgendwie scheint er mittlerweile wieder dort angekommen zu sein, wo er textlich angefangen hat…und singt sich dann auch direkt in unser Herz, nachdem er ja zuletzt Fünf Jahre nicht gesunden hatte…

3. Efterklang – Altid Sammen (VÖ: 20.09.2019)

Sieben Jahre nach der letzten Studioalbum-Veröffentlichung kehren Efterklang, die zwischendurch als Liima mit finnischen Percussionisten Tatu Rönkkö unterwegs waren und zwei Alben veröffentlichten, in diesem Jahr endlich wieder zurück zu ihren Wurzeln und veröffentlichen mit Altid Sammen (was so viel bedeutet wie: immer zusammen) am 20. September ihr fünftes Studioalbum! Gleichzeitig ist das Album das erste in dem Sänger Casper Clausen komplett in seiner dänischen Muttersprache singt und das der Frontmann wie folgt beschreibt: “Altid Sammen’s songs are about belief and togetherness.…Not in a religious way – none of us are believers of a defined religion. The words are searching for meaning in intimate relationships, in nature, in death and eternity. The bonds we create; to gather, hold hands, sing or share a moment together. We’re all connected, across nations, age, sex and gender. We come together with all of our backgrounds, and we move apart in all sorts of directions, always together.”

4. Bat For Lashes – Lost Girls (VÖ: 06.09.2019)

Und wo wir gerade schon bei Efterklang nach langer Abstinenz das Comeback ausriefen, gilt dieser Begriff in Abstrichen auch bei Natasha Khans Projekt Bat For Lashes. Lost Girls heißt ihr fünftes Studioalbum und gilt als nächster Meilenstein in Khans beeindruckender Diskografie. Es verbindet die Sounds, die sie schon immer liebt und die man von ihr kennt, wie tiefe Bässe, aufgelöste Synthesizer-Akkorde, persische Popbeats und kaskadenförmige Refrains, mit einigen der besten Songs ihrer bisherigen Karriere. Das Album ist voller Romantik, erzählt von einer Kindheit in den 80er Jahren, von Filmen, die ihr Leben geprägt haben und verbeugt sich auch vor der Stadt Los Angeles, wo es aufgenommen wurde. Wenn man den Vorgänger The Bride als ein melancholisches und schwermütiges, vertontes Gedicht über Verlust und Reue sieht, dann ist Lost Girls seine freche kleine Schwester – überbordend und voller leuchtender Farben. Es ist Musik für nächtliche Autofahrten, zum Händchenhalten bei Sonnenuntergang, um mit Vampiren von Brücken zu springen und mit dem Fahrrad auf dem Mond zu fahren!

5. Mahalia – Love And Compromise (VÖ: 06.09.2019)

Die Künstlerin aus Leicester erlebte ein denkwürdiges Jahr 2018, das ihr den Aufstieg zu einer der aufregendsten UK-Künstlerinnen bescherte. Nachdem sie zunächst die neu eingeführte One To Watch-Liste von YouTube gewann, wurde sie in der Folge sowohl für den BRIT’s Critics Choice Award als auch den BBC Sound Poll nominiert. Musikalisch macht sie ihr eigenes Ding, verbindet ihre geschmeidigen Vocals mit unwiderstehlichem R&B und einer schimmernden, soulvollen Produktion. Und da wir gerade eh sehr auf Soul-Produktionen abfahren, wollen wir auch Mahalias Debütalbum an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen!

Newcomer:

1. girl in red – Beginnings (VÖ: 06.09.2019)

Das erste Kapitel, die ersten gut eineinhalb Jahre, in denen Marie Ulven aus Oslo als girl in red Musik macht, klingt fast nach einem Fantasieroman. Ihre ersten Songs, aufgenommen in den eigenen vier Wänden, hat sie 2018 auf der Debüt-EP chapter 1 selbst veröffentlicht. Seitdem hat sie für ihre ehrlichen und direkten Texte über aufkeimende Gefühle, Sexualität oder Sommerdepression enormes Lob von internationalen Medien bekommen, zuletzt ihre erste Deutschlandshow in Berlin in der Berghain Kantine innerhalb von gerade mal fünf Tagen ausverkauft und überhaupt gilt die junge Norwegerin als eine der spannendsten Künstlerinnen derzeit – und ihr Debütalbum wohl zu einem der Alben auf, das wir uns am meisten freuen seit langem! Und wir können schon mal verraten: Beginnings ist wie erwartet voller eingängiger Teenage-Angst-Pop-Songs, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen wollen.

2. Sam Fender – Hypersonic Missiles (VÖ: 13.09.2019)

Das jähr 2018 wird Sam Fender wahrscheinlich auch nicht so schnell vergessen. Direkt zu Beginn führte er die BBC-Sound Of 2018 Liste an und war dadurch direkt in aller Munde. Danach kam noch der Gewinn des BRITs Critics’ Choice Award und ab da war eigentlich klar, dass der Brite alles richtig macht und gekommen ist um zu bleiben. Nun warten wir schon länger auf das Debütalbum, das nun endlich im September erscheinen soll und von dem wir nichts anderes erwarten als eine Sammlung an emotionalen, wie mitreißenden Indie-Hymnen!

3. Dermot Kennedy – Without Fear (VÖ: 27.09.2019)

Man glaubt es kaum, bei all den Millionen Streams, Radiohits und mittlerweile über 75.000 Konzerttickets – der irische Songwriter Dermot Kennedy hat immer noch nicht sein Debütalbum veröffentlicht! Doch nun steht endlich das Debüt Without Fear in den Startlöchern und soll den bisherigen Superlativen dieser Ausnahmekarriere des Sängers mit der rauen Stimme, der dafür bekannt ist in seinen Ohrwürmern sich gerne ein mal Querfeldein durch Genres wie Folk, Hip-Hop und Elecronica zu bedienen, wie es ihm gerade gefällt. Uns gefällt das, Daumen hoch!

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