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Veröffentlicht am 28.08.2019 | von Susan

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CHRISTOF VAN DER VEN – You Were The Place

Time
Wrapped my love in goodbyes.
When should I next
hear from you?
Why be a stranger?
It’s strange to me.

(Christof van der Ven – A Stranger)

Wind der sanft durch’s Haar weht. Ein warmer Lichtstrahl, der einen morgens leise auf der Nase kitzelt und sachte aus dem Schlaf erwachen lässt. Sand zwischen den Zehen, der sich wie in einem Getriebe festsetzt. All diese Eindrücke nimmt man plötzlich wieder wahr, sobald ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Besonders nach schweren Ereignissen, merkt man wieder, wie jeder Luftzug bis tief in beide Lungenflügel vordringt und sich ein wohliges Gefühl ausbreitet. So muss es auch Christof van der Ven ergangen sein, als er, nachdem ihm das Herz gebrochen wurde, sein Album You Were The Place in den Händen hielt. Und so beschreibt sein Werk, das am 6. September erscheint, sehr anschaulich, wie van der Ven die 5 Phasen der Trauer durchlebt.

Mit dem Opener Bravais Arc geht er dem entstandenen Gefühlen auf den Grund und fragt sich auf musikalisch, vielschichtige Art und Weise nach dem warum, ja, leugnet die Tatsache, die dazu führte, dass man entzweit wurde förmlich. In Remember? stellt sich schließlich auch schon der Zorn und die Verzweiflung ein. Dies mündet in 4AM, ein Song, in dem der Singer-Songwriter versucht zu verhandeln. Mit Pill und Fucking Loser stellen sich Gedanken ein, die man am ehesten als Depression bezeichnen könnte, und die die meisten zu vermeiden versuchen. Doch diese Gedanken gehören dazu und werden von dem Niederländer mit gehaltvoller Klaviermusik untermalt. Mit A Stranger stellt sich die Akzeptanz ein. Der warme Lichtstrahl, den man plötzlich verspürt und die Möwen, die leise im Hintergrund ertönen schließen den Kreis.

Seit über zehn Jahren macht van der Ven nun schon Musik. Tourte als Live-Musiker mit Bear’s Den und The Boxer Rebellion umher, lebte in Irland und London. Als sein Debütalbum Empty Handed im letzten Jahr erschien, war der Jubel groß. Auch beim Nachfolger wird man sich nicht zurückhalten können. Besteht der Kern der Songs zwar immer noch aus einer Art Anti-Folk, geschmückt mit einer gezielten Klang-Ästhetik, so ist das Werk doch ein Einblick in das Innerste des Musikers selbst. Ein Lebensabschnitt, den er in Form seines Werkes zu verarbeiten versucht. So lebt und leidet man mit ihm. Und auch wenn man gerade mal keinen Liebeskummer hat, darf man sich diese leichte Brise durch die Haare wehen lassen und die musikalischen Spielereien genießen.

Christof van der Ven – You Were The Place
VÖ: 06. September 2019, Planet Zog Records
www.christofvanderven.com
www.facebook.com/Christofmusic

Christof van der Ven Tour:
02.10. Privatclub, Berlin
03.10. Nochtwachte, Hamburg
05.10. Studio 672, Köln

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Über den Autor

Susan wohnt in Hamburg und wollte früher hauptberuflich Groupie werden, bis ihr ein Exfreund einen Song auf Myspace widmete. Der hat bis heute 200 Klicks. Von ihr.



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