Kritik

Veröffentlicht am 26.11.2019 | von Dominik

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ANNA – Filmkritik

Ich bin beim KGB, Schätzchen!

(Anna – Anna)

Die Zeiten ändern sich – der französische Filmregisseur, Produzent und Autor Luc Besson galt Jahre lang als Visionär, Vorreiter und Hitlieferant an den Kinokassen, der mit seinen Stoffen regelmäßig Kultstatus erreichte. Im Rausch der Tiefe, Nikita, Léon – Der Profi und Das fünfte Element sind nur einige seiner Erfolgsfilme…doch der letzte große Erfolg liegt nunmehr ein paar Jahre zurück…Grund genug sich mit Anna wieder in bekannte Gefilde zu begeben…und an die alten Erfolge ähnlich gearteter Stoffe aus der langjährigen Karriere von Besson anzuknüpfen? Wir haben uns Anna zum Heimkinostart noch mal angeschaut!

Das Leben meint es nicht so gut mit Anna (Sasha Luss), 1987 hängt sie in einer gewalttätigen Beziehung fest, ist drogensüchtig und ihr Freund macht gerade den nächsten Sprung zum Verbrecher. Doch der KGB-Offizier Alex Tchenkov (Luke Evans) sieht mehr in ihr und überzeugt sie beim KGB anzufangen, wo sie nach einem Jahr Ausbildung fünf Jahre lang als Agentin unter der Leitung von Olga (Helen Mirren) arbeiten soll. Als Model wird sie nach Paris gebracht und erledigt verschiedene Missionen…doch schnell ist das CIA ihr auf den Spuren, denn Agent Miller (Cillian Murphy) hat noch eine Rechnung mit dem KGB offen und sieht durch Anne die Möglichkeit der Abrechnung…

Inhaltlich zwischen den noch nicht so lange her erschienenen Red Sparrow und Atomic Blonde sortiert sich Luc Bessons Frankreichs Next Topspionin ein – was direkt schon den größten Kritikpunkt aufwirft: Der Stoff von Anna ist keinesfalls neu und so wirkt auch der Film wie etwas, das man an vielen Stellen schon mal gesehen hat…und leider häufig sogar besser. Ob sich das russische Model/Schauspielerin Sasha Luss gerade bei ihrem ersten Auftrag durch eine Armada an Menschen mordet und man sich durch Setting und Kamerafahrten an Kill Bill erinnert fühlt oder aber bei der anfänglichen Verfolgungsjagd Szenen aus den Bourne-Teilen wieder in den Kopf schießen – es wird hier kopiert und dort etwas abgeändert – es soll die sichere Kiste und der sichere Erfolg sein, doch auch wenn die komplette Produktion gut aussieht und alles gut wirkt, geht ihr halt eben doch das ab, für das Luc Besson lange stand. Nämlich Innovation und kleinere Besonderheiten in seinen Filmen. Aber wie anfangs erwähnt – die Zeiten ändern sich.

Anna (FRA 2019)
Regie: Luc Besson
Darsteller: Sasha Luss, Helen Mirren, Luke Evans, Cillian Murphy, Lera Abova, Alexander Petrov
Heimkino-VÖ: 28. November 2019, STUDIOCANAL

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