Kritik

Veröffentlicht am 27.01.2020 | von Julius Tamm

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THE LODGE – Filmkritik & Verlosung

Foto-© SquareOne Entertainment

Eisige Winde, Schnee wohin das Auge blickt und eine einsame Hütte mitten im Wald – was klingt wie ein x-beliebiger Horrorfilm, entpuppt sich als verstörende Überraschung à la Shining. Zum Kinostart haben wir uns The Lodge von Severin Fiala und Veronika Franz angesehen. 

Die Kamera fährt einen dunklen Flur mit Holz vertäfelten Wänden entlang. Graues Licht fällt durch ein mattes Fenster und monoton dröhnende Musik begleitet das Szenario. Erst nach einigen Sekunden wird klar, dass es sich dabei um das Puppenspielhaus von den Geschwistern Aidan (Jaeden Martell) und Mia (Lia McHugh) handelt – einer exakten Nachbildung des Ferienhauses, dass dem Vater der beiden, Richard (Richard Armitage), gehört. Dort verbringen die Kinder nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter gemeinsam mit Richard und seiner neuen Verlobten Grace (Riley Keough) die Weihnachtsfeiertage. Mia und Aidan treten dem neuen Mutter-Ersatz misstrauisch, wenn nicht sogar feindselig gegenüber und machen sie mit für den Tod ihrer Mutter verantwortlich. Dass Grace die einzige Überlebende eines Sekten-Massensuizids ist, macht die Sache nicht einfacher. Trotz des nahenden Weihnachtsfests muss Richard seine Kinder und Grace allein in der Hütte lassen, um zu arbeiten. Es dauert nicht lange bis die Hütte eingeschneit ist und die drei auf engstem Raum eingesperrt sind. Wie in Stanley Kubricks berühmten Film Shining tut die Einsamkeit und Kälte den dreien nicht besonders gut – ihre Gedanken und Handlunge werden von Stunde zu Stunde verworrener und es ist nie ganz klar, wer nun eigentlich in Gefahr schwebt. 

Was Fiala und Franz mit The Lodge geschaffen haben ist in vielerlei Hinsicht faszinierend. Sie haben nicht nur einen spannenden Thriller produziert, der es rein durch Atmosphäre, Kamera und Schnitt schafft, zu gruseln, die Regisseurin und der Regisseur haben es außerdem geschafft, eine Handlung zu schaffen, die bis zum Ende mitreißend bleibt. Besonders Lia McHughs Performance als trauernde und traumatisierte Tochter überzeugt auf ganzer Linie – ihr Weinen, ihre Schreie und ihre Wut wirken so echt, wie bei keiner/m anderen vergleichbaren Kinderdarsteller*in. Kombiniert mit dem beklemmenden und intensiven Soundtrack sowie der Tatsache, dass nie ganz klar wird, ob nun die Kinder oder Grace das Böse in dem Film sind, wird aus The Lodge ein packender Winter-Thriller. Einzig der sehr lange Aufbau der Handlung und die eintönige Spielweise von Jaeden Martell, den wir aus dem ES-Remake 2018 eigentlich ganz anders kennen, stören etwas. Doch das wird schnell vom Rest des Casts und von den überraschenden Wendungen aufgefangen. 

Zum Kinostart von The Lodge verlosen wir in Kooperation mit SquareOne Entertainment 2×2 Kinotickets. Ihr wollt gewinnen? Dann schreibt uns bis zum 31. Januar eine Email mit dem Betreff „The Lodge“ + eure Adresse und eventuell habt ihr schon bald Gewinnerpost von uns in eurem Briefkasten.

The Lodge (USA & GB 2019)
Regie: Veronika Franz & Severin Fiala
Darsteller: Richard Armitage, Riley Keough, Jaeden Martell, Lia McHugh, Alicia Silverstone
Kinostart: 6. Februar 2020, SquareOne Entertainment

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Hat irgendwas mit Medien studiert, schaut gerne Filme und trinkt zu viel Tee. Schreibt für bedroomdisco, FRIZZ Darmstadt und bei hr-iNFO Online



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