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Veröffentlicht am 23.04.2020 | von Dominik

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MARTIN KOHLSTEDT x ÄTNA – im Diskurs liegt die Kraft


Foto-© Peter Runkewitz

Der deutsche Pianist Martin Kohlstedt ist ja nicht nur für seine großartigen Alben bekannt – er ist auch dafür bekannt, gerne mal andere Wege mit seiner Musik zu gehen! So wurden schon die ersten beiden Alben TAG und NACHT in die Hände von begnadeten Musikern gegeben – und so soll es auch bei den Songs von STROM und STRÖME sein! Unter dem Titel RECURRENTS erscheint – Song für Song – eine Kollektion von Neubearbeitungen der Originale. Die beteiligten Musiker, allesamt Weggefährten von Martin Kohlstedt, konnten aus einem reichen Fundus schöpfen: Die für das Originalalbum entstandenen Aufnahmen mit dem Gewandhauschor, die Klavierspuren und elektronischen Landschaften standen als Schatzkiste zur Verfügung. Wie sich das dann anhört, erfährt man in Form des nächsten Vorgeschmacks daraus, das von Ätna, einer der wohl spannendsten deutschen Indie-Bands derzeit, umgesetzt wurde. In ihrer neuen Version von KSYCHA entsteht aus der Kontemplation und Kraft des ursprünglichen Songs ein ebenso extrovertierter wie deeper Alt-Pop-Hit. Ätna folgen damit auf Henrik Schwarz, Peter Broderick und Robag Wruhme, die jeweils bei drei weiteren Songs an neuen Versionen gearbeitet haben.

Martin Kohlstedt sagt über Ätna und die neue Version seines Songs: “Kennt ihr das? Ihr streift unverhofft eine neue Band auf einem Festival, die erste Sekunde macht bereits erschreckend viel Eindruck. Viel zu viel. Energisch versucht der Kopf noch hinter das Geheimnis zu kommen, da hat dich das Geheimnis schon am Haken, der Kopf geht aus und man lässt sich komplett mitreißen. So ging es mir mit der Dresdner Band ÄTNA auf den XJazz Festival in Istanbul. Rein gewaschen vom eigenen Auftritt haben mich die Beiden mit ihrem Ritual haushoch wieder aufgefüllt. Wir verbrachten die nächsten Tage noch gemeinsam in der Stadt, lernten uns kennen und schworen uns das, was sich Musiker immer schwören: “Wir machen mal etwas zusammen!”. Und da in unseren ostdeutschen Gefilden noch kollektivistische Tugenden walten, hielten wir unser Versprechen: Inez Schäfer und Demian Kappenstein haben sich mein Stück KSYCHA einverleibt, es umwerfend umgeworfen und als konsequenten Hit wiedergeboren. Ich verbeuge mich!”

Das auf Kodak Super8 im Schiefergebirge in Süd-Thüringen gedrehte Video zeigt eine Gruppe von Freunden in einer vergangenen analogen Zeit, kollektiv und doch vereinzelt: Das Cruisen im VW Santana, das unbestimmte Verfliessen von Zeit, das Nach-nichts-suchen. Das von Nous Film produzierte Video fügt Ästhetik und Referenzen an Film Noir und Hollywood-Klassiker und die aus der Zeit gefallenen ostdeutschen Landschaften zu einem neuen Ganzen zusammen. Die treibende Kraft des Songs erhält einen kongenialen visuellen Partner.

YouTube video

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Über den Autor

Bedroomdisco-Gründer, Redaktions-Chef, Hans in allen Gassen, Golden Leaves Festival Booker, Sammler, Fanboy, Exil-Darmstädter Wahl-Hamburger & happy kid, stuck with the heart of a sad punk - spreading love for great music since '08!



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