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Veröffentlicht am 14.04.2021 | von Susan

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BRISTON MARONEY – Sunflower


Foto © Angelina Castillo

All that she needed
Was one good reason
And you couldn’t find it
Left her standing
So damn demanding
With hands in your pockets
Took all the money
Never found it funny
Moved back with your parents
Blamed all the feelings
You can’t conceal
On emotional violence
But some things are out of your hands

(Briston Maroney – Sinkin’)

Wenn die ersten Sommersprossen sprießen, weiß man es ist nicht nur Zeit für Sonnencreme, sondern vor allem für eine ordentliche Portion lebhaften Gitarren-Pop. Davon hat Briston Maroney nicht nur eine Tube im Gepäck, sondern die letzten Jahre eine ganze Wagenladung angesammelt. Und dabei überzeugte der Jungspund aus Tennessee mit seinen letzten drei EPs nicht nur Kritiker, sondern erschien durch sein starkes Storytelling recht schnell auch international auf dem Radar. Am 9. April erscheint nun endlich sein Debütalbum mit dem fröhlichen Titel Sunflower.

Als ersten Vorboten schickte der 23-jährige Singer-Songwriter schon im letzten Jahr den Titel Deep Sea Diver, mit gut gelaunten Musikvideo, ins Rennen. Darin geht es um die Tendenz der Menschen, sich immer zu viel vorzunehmen, immer alles wissen zu wollen und sich dabei selbst zu verlieren. Dies wird im Video als ein Tennismatch dargestellt, was den eigenen, manchmal ungleichen Kampf der Emotionen darstellen soll. Auch in dem Indie-Folk Stück Freeway geht es um Emotionen und wie diese das Leben bestimmen, oder sogar auch lenken können.

Mit It’s Still Cool If You Don’t zeigt der Musiker eine ganz private Seite und lud seine engsten Freunde zum gemeinsamen Videodreh ein. Dadurch versprüht der Song noch mehr gute Laune, als er es eh schon tut. Im Opener Sinkin‘ stellt er sich, unterstützt durch eine grobkörnige Garage-Rock-Melodie, einer seiner schwierigsten Phasen und dem Gefühl den Boden unter den Füßen zu verlieren. Aber auch in Why und Rollercoaster stellt er sich diesen Ängsten. Er verpackt diese dabei geschickt in aussagekräftige Geschichten und macht sie damit für ein breites Publikum zugänglich. Dabei ist ihm wichtig die Geschichten einem Gefühl zuordnen zu können – und die Freude spielt ebenso eine wichtige Rolle wie Verzweiflung.

Die Videos gehören dabei zu Maroney’s Songs, wie auch die Lyrics. Seine cineastische Vorliebe führt durch das komplette Album und die Veröffentlichung von Sunflower wird zudem von einem kompletten Film begleitet, den er zusammen mit seinem Kreativpartner Joey Brodnax ausgetüftelt hat. Aufgenommen wurde das Ganze zwischen Sommer 2019 und Anfang 2020 in Los Angeles.

Sunflower wird damit zu einer Zusammenfassung seines eigenen Lebens und der Schönheit, die man erblickt, wenn man sich von dem vorgegeben Weg wegbewegt. All diese Momente bringt er zusammen auf eine Platte. Er möchte auf die schönen Dinge aufmerksam machen. Die Dinge, die manchmal wie eine Blumenwiese am Wegesrand erscheinen. Dabei stellt er voller Tatendrang seinen Optimismus zur Schau. Immer in Bewegung, getrieben von großen Worten und ein positiver Ausblick auf den Sommer 2021.

Briston Maroney – Sunflower
VÖ: 9. April 2021, Warner Music
www.bristonmaroney.com
www.facebook.com/BristonMaroney

YouTube video

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Über den Autor

Susan wohnt in Hamburg und wollte früher hauptberuflich Groupie werden, bis ihr ein Exfreund einen Song auf Myspace widmete. Der hat bis heute 200 Klicks. Von ihr.



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