Fontaines D.C. – düstere Aussichten

Foto-© Elizaveta Porodina

Die Iren von Fontaines D.C. haben ihr fünftes Studioalbum angekündigt. Dopamine Chamber erscheint am 16. Oktober über XL Recordings. Mit der ersten Single Marianne gibt die Band bereits einen Einblick in ihr neues Werk, das sich musikalisch weiter von den frühen, gitarrenbetonten Veröffentlichungen entfernt.

Die Vorabsingle greift Themen wie Eskapismus und Hedonismus auf. Inspiriert wurde der Song unter anderem von der Netflix-Serie Ripley. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie groß die Versuchung ist, sich in Fantasien und Wunschwelten zu verlieren, wenn die Realität zunehmend bedrückend wirkt.

Auch das Album beschäftigt sich mit unserem Verhältnis zu Glück, Lust und Ablenkung. Fontaines D.C. beobachten dabei die Fluchtbewegungen des Alltags: die Sehnsucht nach einem anderen Ort, nach Selbstvergessenheit und kurzen Momenten der Leichtigkeit.

Für Sänger Grian Chatten ist das Album selbst eine Art Dopamine Chamber – ein Raum, in dem Stimmungen und Wahrnehmungen aufeinandertreffen. Während der gefeierte Vorgänger Romance noch stärker von Gegensätzen lebte, verfolgt das neue Werk einen deutlich düstereren Ansatz. Auch musikalisch deutet vieles auf Veränderungen hin. Synthesizer, Samples und elektronische Elemente nehmen mehr Raum ein, einige Songs kommen sogar ganz ohne Gitarren aus.

Aufgenommen wurde das Album wieder mit Star-Produzent James Ford in London, auf dem englischen Land und in Palermo. Marianne ist bereits jetzt digital erhältlich, Dopamine Chamber erscheint am 16. Oktober als LP, Deluxe-LP, CD, Kassette und digital.

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