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Veröffentlicht am 16.12.2009 | von Dominik

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HULK – Filmkritik

„Hulk, SMASH!“

(Hulk – Der unglaubliche Hulk)

Seitdem die Special-Effects-Schmieden Hollywoods immer realistischere Effekte auf die große Leinwand bringen gibt es eigentlich keine Stoffe mehr, die man nicht umsetzen kann. Daher ist es auch nicht erstaunlich, dass seitdem Comic-Verfilmungen mehr als gefragt sind. Während die gerne belächelten Kiosk-Heftchen schon auf die ein oder andere Verfilmung zurückblicken können, ist es jetzt Zeit, mit viel Rechenpower das Action-Spektakel aufzutischen.

Was in der Vergangenheit nicht richtig funktioniert hat oder nicht mehr zeitgerecht ist, wird einfach wieder neu aufgerollt – Reihen wie Batman oder Superman, die zwischenzeitlich in Sackgassen verliefen (oder sich sogar noch darin befinden) fanden schnell gewiefte Drehbuchschreiber und Regisseure, die den Stoffen wieder neues Leben einhauchten. Dann noch ein cooles „Begins“ oder ein verheißungsvolles „Returns“ hinter den Namen gepackt und schon fiebern Klein und Groß mit funkelnden Augen, während sich auch bei den Filmfirmen-Bossen erhellen. In die Röhre schauen letztlich meistens die Fans des Originals.

Ein Beispiel für ein sehr schnelles Wiederaufrollen eines Helden-Stoffes, ist „Der Unglaubliche Hulk„, der nur fünf Jahre nach seinem Vorgänger die Geschichte teilweise wieder neu verpackt. Denn weder Kritiker noch die Studios konnte Ang Lees Versuch dem grünen Monster eine zu psychische Komponente zu verleihen wirklich überzeugen.

Im Vorspann erfährt man die Vorgeschichte auf die wichtigsten Elemente der Geschichte zusammen gekürzt – es muss schnell gehen und das sich Bruce Banner wegen einer selbst verabreichten Gamma-Bestrahlung in den Hulk verwandelt wird, weiß wohl jeder, der in Betracht zieht sich den Film anzuschauen.

Banner ist mittlerweile in Brasilien untergetaucht, wo er in einer Flaschenfabrik und an seinem Temperament arbeitet. Daneben sucht er natürlich nach einem Heilmittel, was sich natürlich als schwierig erweist – gerade da sich sein alter Auftraggeber noch sehr lebhaft an ihn erinnern kann.

Mit dem Charakter-Mimen Edward Norton erhoffte man sich einen etwas kantigeren und fähigeren Darsteller für die Wiederaufnahme des Stoffes, was sich als vollen Gewinn erweißt. Denn sowohl die Neubesetzungen vor als auch hinter der Kamera bringen neuen Schwung in die Geschichte, die nüchtern betrachtet eigentlich nicht verfilmbar ist. Trotzdem schaffte der Film es sowohl den inneren als auch den äußeren Kampf von Bruce Banner zu zeigen, ohne den Fans die nötige Hau-Drauf-Action zu verwähren. Gegen Ende dreht das Ganze vielleicht ein wenig zu sehr ab, hat dafür jedoch auch einige Schauwerte zu bieten wenn der Hulk im Kampf gegen die Abomination New York zerlegt. Eine gelungene Umsetzung eines eigentlich nicht verfilmbaren Stoffes.

The Incredible Hulk (USA 2008)
Regie: Louis Leterrier
Darsteller: Edward Norton, Tim Roth, William Hurt, Liv Tayler, Tim Blake Nelson
DVD-VÖ: 24. November 2008, Concorde Video

httpvh://www.youtube.com/watch?v=FOFNOdKS8wE

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Über den Autor

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