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Veröffentlicht am 3.01.2010 | von Dominik

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CRASH (L.A. Crash) – Staffel 1 – Kritik

„Sie spielen unser Lied“

(Detective Cooper – L.A. Crash)

L.A. – Los Angeles – die Stadt der Engel? Wenn es nach dem dreifachen Oscar-Gewinner „L.A. Crash“ geht, die Stadt in der es keine zwischenmenschlichen Berührungen gibt, sodass sich die Menschen diese so sehr wünschen, dass sie miteinander kollidieren. Wenn es nach der Fernsehserie „L.A. Crash“ geht, vielleicht so etwas wie die Stadt der Verrückten und moralisch Verdorbenen? Doch erstmal eins nach dem anderen!

Entgegen der sonstigen Branchengesetzte machten sich die Macher des erfolgreichen Films aus dem Jahre 2004 nicht an eine Fortsetzung des Stoffes auf der großen Leinwand, sondern wählten die Form einer Fernsehserie, um mehr Geschichten aus einer der größten Metropolen der Welt zu erzählen. Schließlich bieten ja schon die 13 Folgen der ersten Staffel ca. 624 Minuten Laufzeit um einen weitaus größeren Handlungsbogen zu spannen als in einem einzelnen Film. Und so befasst sich die Serie dann mit ähnlichen Themen wie schon Paul Haggis’ Regiedebüt: Es gibt verhängnisvolle Autounfälle, das Leben der Reichen und Schönen, Ehebrüche, das Schicksal von nach L.A. geflohenen Immigranten, korrupte Cops und die Schwierigkeiten von jungen Afroamerikanern und Koreanern, die sich weiterentwickeln und hocharbeiten wollen, zu sehen.

In den ersten Folgen der Staffel wirkt das Ganze etwas überladen und es fällt einem schwer bei der Menge der unsympathischen und verrückt wirkenden Charaktere eine Identifikationsfigur zu finden. Noch ärgerlicher da es letztlich so scheint als würden einzelne Handlungsstränge am Ende im Nichts verlaufen, andere werden ohne Sinn und Ertrag zusammengeführt, nur um im nächsten Moment wieder getrennt zu werden. Hier wäre Weniger sicher Mehr gewesen – was auch gerade bei den manchmal etwas schwächeren schauspielerischen Leistungen (mit Ausnahme von Dennis Hopper) nicht gerade wehgetan hätte. Doch letztlich schafft es die Serie ab etwa der Hälfte zu fesseln und auch zu überzeugen, um einen nach der letzten Folge dann doch mit einem positiven Gefühl zurückzulassen – mit Spannung auf die zweite Staffel, die in Amerika schon ausgestrahlt wurde.

Crash (USA 2008)
Regie: Stefan Schwartz, Sanford Bookstaver, Robert Moresco, Andrew Bernstein
Darsteller: Dennis Hopper, Moran Atias, Jocko Sims, Ross McCall, Nick Tarabay, Brian Tee
DVD-VÖ: 4. Dezember 2009, Unversum Film (3 DVDs)

httpvh://www.youtube.com/watch?v=kbyMzT6-ziU

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Über den Autor

Bedroomdisco-Gründer, Redaktions-Chef, Hans in allen Gassen, Golden Leaves Festival Booker, Sammler, Fanboy, Exil-Darmstädter Wahl-Hamburger & happy kid, stuck with the heart of a sad punk - spreading love for great music since '08!



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