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Veröffentlicht am 19.05.2010 | von David

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LOFT – Filmkritik

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Regel 1: Nie was zugeben!

(Vincent – Loft)

Belgien. Ja, dieses Land irgendwo zwischen Frankreich und Holland. Was wissen wir über Belgien? Viel gute Schokolade kommt aus Belgien und die EU hat ihren Sitz dort. Vielleicht wegen der Schokolade? Was noch? Genau: Spätestens seit „Brügge sehen… und sterben“ wissen wir, dass Belgien das ideale Pflaster für außergewöhnliche Kriminalstories ist. Komischerweise muss ich nun bei Belgien immer erstmal an „Fuckin‘ Bruges“ denken. Grund genug, erneut einen filmischen Ausflug in unser Nachbarland zu machen.

Erik Van Looys „Loft“ kommt dabei noch eine Ecke düsterer und verwobener daher. Wie der Titel schon erahnen lässt, handelt der Film von einem Loft. Genauer gesagt: das Loft von fünf Freunden. Timmy, der Hund, muss aber leider draußen bleiben. Denn hier werden keine Modellautos zusammengeschraubt oder Billard gespielt, vielmehr dient das Loft der fünf verheirateten Männer als privater Rückzugsort für allerlei Seitensprünge und sexuelle Phantasien. Zu dumm nur, dass eines Tages eine tote Frau auf der Liebesempore liegt. Allerdings existieren lediglich 5 Schlüssel zum Apartment. Einer von den fünfen muss es also gewesen sein. Oder etwa doch nicht? Was sich nun dem Zuschauer eröffnet, ist ein kompliziert verstricktes Netz von Geheimnissen, das sich nicht davor scheut, weit in die Vergangenheit der fünf Männer auszuholen. Jede zusätzliche Information zur Story wäre hier zuviel.

Alles in allem bleibt jedoch festzuhalten, dass „Loft“ ein atmosphärischer und schön photographierter Thriller ist, der einen bis zum Ende zu fesseln versteht. Nicht umsonst also ist er der bis dato erfolgreichste flämische Film. Auch ich kann jedem, der gerne mal einen etwas anderen Thriller schaut, „Loft“ daher nur sehr empfehlen. Zum Schluss vermerken wir noch Antwerpen auf der belgischen Landkarte… Next?!

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Loft (BEL 2008)
Regie: Erik Van Looy
Darsteller: Koen De Bouw, Filip Peeters, Matthias Schoenaerts, Bruno Vanden Broucke, Koen De Graeve, Veerle Baetens, Tine Reymer
DVD-VÖ: 15. Januar 2010, Koch Media GmbH

httpvh://www.youtube.com/watch?v=lzh521oR64k

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