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Veröffentlicht am 31.01.2011 | von Lisa

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BYE BYE BICYCLE – Compass

bye-bye-bicycle-compass-2009

All of the words you told me
all of the words you didn’t
you keep them inside
you hide them so well
for life

(Be Bye Bicycle – Kairo)

Schweden hat sich ja in den letzten Jahren immer mehr zum Mutterland des Indiepop gemausert – Bye Bye Bicycle bestätigen mit ihrem Debütalbum „Compass“ einmal mehr diese These.
5 Schweden, die sich von Kindesbeinen an kennen, haben sich auch nach der Schule nicht aus den Augen verloren sondern stattdessen im schönen Göteborg beschlossen, die im zarten Alter gegründete Band weiterzuverfolgen – Bye Bye Bicycle waren geboren und erfreuen uns nun mit ihrem ersten Album.
„Compass“ ist eine Retro-Popplatte, wie man sie sich vorstellt:
„Meridian“ hat den 80s Dirty Dancing-Vibe mit kitschig-sehnsüchtigem Saxophon und tänzelnden Percussions im Background, „Navigation“ hingegen treibt eher ein Siebziger Jahre-Flow an – enthusiastisch und treibend, der Gesang ein bisschen vernuschelt und daneben, aber stets charmant und gängig.

„500 Miles“ beginnt mit gezupften Gitarren und baut damit einen wunderbaren Spannungsbogen auf, der sich in an Echo and Bunnymen erinnerndem Gesang auflöst und eine klassische Indiepopnummer daraus macht – vor allem der Text bezaubert hier wirklich: „Two hundred nights in a cage like this / I spend too many nights with no light in them / Five hundred miles with no shoes at all / I walked so many miles, still I cant reach you / I reached a point where no compass spies“ heißt es darin, und diese niederschmetternde Diagnose einer unerwiderten Liebe gibt dem auf der Oberfläche eher fröhlichen Song seine Tiefe.
Highlights sind jedoch definitiv einmal „Kairo“ – ein überaus melodiöser, rhythmischer Schachtfetzen mit wunderbarem Refrain – „I don’t need your hand now / See, I’ll be fine / for love“ singt Frontmann André Vikingsson darin sehnsüchtig einer vermutlich verflossenen Liebe hinterher. Und das zweite Highlight ist der letzte Song, „Footsteps“, ein eher düsterer Song, der mit Klavier und Streichern unheilvolle Stimmung aufbringt, nur um dann nach der Hälfte des getragenen Songs ins gegenteil umzukehren – eine wilde Progrock-Nummer ohne Gesang, ohne Streicher, aber dafür mit jeder Menge Energie.
Alles zusammen nach vorne gehender, Spaß machender Indiepop aus Schweden – vielleicht noch nicht der größte, ultimative Wurf, aber dennoch absolut hörenswert!

4von5111

Bye Bye Bicycle – Compass
VÖ: 27. August 2010 (Bonjour Recordings)
www.byebyebicycle.com
www.myspace.com/byebyebicycle

httpvh://www.youtube.com/watch?v=B1ibr8xP1aM

PS: Bye Bye Bicycle spielen morgen im Ponyhof in Frankfurt – präsentiert von www.bedroomdisco.de! Hingehen!

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