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Veröffentlicht am 27.04.2011 | von Fred

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YOUNG THE GIANT – Young the Giant

Stop!
The train is riding
Down to the station where you lived
When we were school kids

Hey!
The rails are caught now
And I am falling down
Fools in a spiral
Round this town of steam

My Body tells me no!
But I won’t quit
I want more, I want more
My Body tells me no!
But I won’t quit
I want more, I want more

(Young the Giant – My Body)

Young the Giant, die sich bis Januar 2010 noch The Jakes nannten, spielen klassischen Indie-Rock, kommen aus Orange County, Kalifornien und sind im Schnitt 21 Jahre alt. Könnte es eine bessere Ausgangssituation für eine ambitionierte Band geben?

Ende dieser Woche erscheint in Deutschland ihr Debütalbum, dass als digitales Release schon im letzten Oktober veröffentlicht wurde. Produziert hat das Album Joe Chicarelli, der auch schon für die Counting Crows, My Morning Jacket und die Shins hinter dem Mischer stand. Young the Giant eröffnen die Platte mit dem mid-tempo Song ‚Apartment‚, einem scheinbar durchschnittlichen Song. Dieser schwillt aber immer mehr an und mutiert zu einem Showcase für Frontmann Sameer Ghadias Stimme. Unterstützt wird er durch ein Tamburin, das zum Fußwackeln einlädt, und groovige Bassläufe. ‚Apartment‘ ebnet damit auf geschickte Art und Weise den Weg für ‚My Body‚, das sich durch einen eingängigen, treibenden Beat auszeichnet. Gekrönt wird der zweite Track durch einen explosiven, euphorischen Chorus, der dem Hörer „Repeat!“ praktisch ins Gesich brüllt und definitiv auch im Club funktioniert. Auch das von der Rhythmik jazzig angehauchte ‚Islands‚ und das schlafwandlerisch wogende ‚I Got‚ sind nett anzuhören, schaffen es aber nicht längere Zeit zu unterhalten oder gar zu fesseln.

Insgesamt wirkt das Album eher angestrengt und bemüht, um nicht zu sagen konstruiert. Der Funke springt nicht wirklich über und es wird Indie Rock nach Rezept serviert. Ein wenig Killers, ein wenig Kings of Leon, ein wenig Weltschmerz, ein wenig große Gesten. Es fehlt das Besondere, etwas das die Band auszeichnet und von der Vielzahl anderer Indie Bands abgrenzt. Oder Young the Giant durch eine grundsätzliche Ehrlichkeit in eben diese Garde einreiht. Momentan sitzen Young the Giant jedoch zwischen zwei Stühlen und werden wohl nur wenige Indie Fans wirklich glücklich machen.

Anspieltipps: Islands, Apartment, My Body, Cough Syrup

Young the Giant – Young the Giant
VÖ: 29. April 2011, Roadrunner
www.youngthegiant.com
www.myspace.com/youngthegiant

httpvh://www.youtube.com/watch?v=3dbE2GBVoiM&feature=related

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Über den Autor

Fred ist 32 Jahre, wohnt in der Pop-City Damstadt und mag Hunde, Pizza und Musik.



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