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Veröffentlicht am 18.09.2011 | von Benjamin

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AUTOKRATZ – Self Help for Beginners

It was the day I always thought that I left behind.

(Autokratz – Opposite of Love)

Es ist zwar schon eine Weile her, dass das Londoner Elektro-Pop Gespann mit ihrem neuesten Album die Öffentlichkeit erfreut hat, aber das soll uns nicht davon abhalten noch ein paar Worte darüber zu verlieren.

Bisher galt der Sound von Autokratz nach ihren Alben‘Animal‚ und ‚Down and Out in Paris & London‚ ja eher als punkig, laut und knarzig. Auf ‚Self Help for Beginners‚ haben sie ihre Klang völlig neu gestaltet, geglättet fahren jetzt die Popschiene, was bei weitem nicht negativ gemeint ist. Die hervorragend produzierte Platte (was sicher auch eine Leistung von Jagz Kooner, dem Produzenten von u.a. Kasabian, ist) lässt nur noch wenig vom schon fast völlig abgemeldeten New Rave erkennen. Stattdessen gewinnen sahniger Gesang und Synthy-Pop die Oberhand. Eine Hommage an die 80er, weshalb auch einige Ikonen der Dekade Gastspiele auf der Platte geben. Vor allem Peter Hook (Joy Divison/New Order), der an ‚Becomming the Wrath‚ mitwirkte, ist sehr präsent.

Natürlich haben haben die Jungs ihren Sound nicht vollständig geändert; bei Stücken wie ‚The Seventh Seal‚ und ‚Skin Machine‚ ist dieser sehr dominant, aber doch modernisierter, technoider, düsterer. Wunderbar ins Konzept passt auch ‚Opposite of Love‚. Dem Track wurde ganz zu Recht auch vor ab schon eine EP gewidmet, auf der zum Beispiel Remixe von Les Petit Pilous (Boys Noize Records) und NT89 vom eigenen Bad Life Lable vertreten sind.

Auch die Zusammenarbeit mit Andrew Innes, seines Zeichens Gitarrist von Primal Scream, hat gefruchtet, wovon man sich beim Genuss von ‚Kick‚ überzeugen kann.
Gelegentlich kippt es – ganz eighties like – fast ein wenig ins Kitschige, wie bei ‚My Own Black Heart‚, um dann doch noch die Kurve zu bekommen. Besonders gelungen sind ‚R.I.S.E‚, als eine treibende Drum- und Synthykomposition und ‚A-Train‚. Letzterer zeichnet sich durch Dancefloorqualitäten aus und wird hier kostenlos zur Verfügung gestellt.
Letztlich haben aber alle 13 Songs des Albums ihren Charm!
Wer Lust hat sich das ganze live anzuhören, kann das am 22. September bei der Jägermeister Wirtshaustour in Bochum.

Autokratz – Self Help for Beginners
VÖ: 22. Juni 2011, Bad Life
www.autokratz.com
www.myspace.com/autokratz

httpv://www.youtube.com/watch?v=QQeYmDlNeHc
autoKratz – Becoming the Wraith (Featuring Peter Hook)

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