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Veröffentlicht am 3.09.2011 | von Fred

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THE RAPTURE – In The Grace Of Your Love

Let me hear that song
Let me hear that song
Let me hear that song
Let me hear that song

(The Rapture – How Deep Is Your Love)

2004 als Indietronic und Nu Rave noch als Neologismen galten, gab es eine Band, die schon früh die Fusion zwischen Disco und Punk zelebrierte, wie keine andere: The Rapture galten in der New Yorker Hipster Szene als der neue heiße Scheiß. Wenn man das anfängliche Trio musikalisch beschreiben soll, kann einem eigentlich nur ein Gedanke in den Kopf schießen: Kuhglocken! Der Signature Sound der Band zog sich wie ein roter Faden durch deren erstes, rohes und wildes Album ‚Echoes‚. Schon auf dem zweiten Longplayer ‚Pieces of the People We Love‚ hatte die Kuhglocke nur noch kleinere Gastspiele. Der Sound von The Rapture wurde runder, warmer und bekam konventionellere Songstrukturen. Am 2. September erscheint das dritte Album der New Yorker namens ‚In The Grace Of Your Love‚ und was soll man sagen: Die Kuhglocke ist verschwunden und abermals hat sich die Band gewandelt und weiterentwickelt.

Produziert wurde das Album von Philippe Zdar, der unter anderem für die letzte Phoenix Platte verantwortlich war bzw. schon bei den Beastie Boys oder Chromeo seine Finger an den Reglern hatte. The Rapture haben es geschafft ‚In The Grace Of Your Love‘ äusserst abwechslungsreich zu gestalten. Classic-Rock Gitarren in ‚Rollercoaster‚, tropikaler Beach Boys Sound in ‚Blue Bird‚ oder der soulige Motown Rausschmeisser ‚It Takes Time To Be A Man‚ verdeutlichen die Entwicklung der Band. Besonders groß ist ‚Come Back To Me‚, dass sich erst mit einem irrwitzig gesampelten Akkordeon in die Gehörgange spielt und im Verlauf des Tracks zu einem vokalen House Monster mutiert. Der Gegensatz der anfänglich verspielten Instrumentierung und den klaren, elektronischen Rhythmen funktioniert fantastisch und lässt Herz und Beine auf die Tanzfläche hüpfen. Genauso für die Tanzfläche gemacht ist der Übersong des Albums, ‚How Deep Is Your Love‚. Langsam baut sich der Track um simple Drum und Piano Loops und Luke Jenners Stimme auf, bis er seinen Höhepunkt in einer ekstatischen Saxophon Orgie erreicht. ‚How Deep Is Your Love‘ hätte sich auch auf ‚Echoes‘ in guter Gesellschaft gefunden.

The Rapture liefern mit ‚In The Grace Of Your Love‘ ein rundum gelungenes Album ab. Es gibt praktisch keine Ausfälle und man merkt, dass sehr viel Wert auf individuelle Ausleuchtung der Tracks und Songwriting gelegt wurde. Minuspunkte fährt das Album auf emotionaler Schiene ein. Von ‚Echoes‘ wurde man verschluckt, durchgekaut und auf den Dancefloor gespuckt, der neue Longplayer liefert nur noch Songs. Gute Songs. Wer sich selber von ‚In The Grace Of Your Love‘ überzeugen will, kann das hier tun.


The Rapture – In The Grace Of Your Love
VÖ: 02. September (Cooperative Music/ Universal)
http://therapturemusic.com
www.myspace.com/therapture

httpvh://www.youtube.com/watch?v=-ZR55VKUjgQ

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Über den Autor

Fred ist 32 Jahre, wohnt in der Pop-City Damstadt und mag Hunde, Pizza und Musik.



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