Musik

Veröffentlicht am 6.10.2012 | von Dorota

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BAT FOR LASHES – The Haunted Man

shot by Ryan McGinley

there was someone that I knew before
a heart from the past that I can not forget
I let him take all my gold, and hurt me so bad
but now for you, I have nothing left of all my gold

(Bat For Lashes – All Your Gold)

Natasha Khan hat es gewaltig mit Namen, wie wir schon immer bemerkt haben. Nach dem Übersong ‚Daniel‚ kommen jetzt auch ‚Laura‚ und ‚Marilyn‚ ins Spiel. Nicht so abwegig, drehen sich die meisten Lieder in der Musik sowieso um Menschen und deren Gefühlsleben. Bat For Lashes, also Natasha Khan, findet auf ihrem neuen Album ‚The Haunted Man‚ wieder einmal Worte für Menschen und Situationen, nicht um sie mal aufgeschrieben zu haben, sondern um Geschichten in Kurzfassung zu erzählen.

Bat For Lashes ist ja allen musikalisch bekannt als Drama-Pop-Düsternis-Hall-Wunder. Sie zelebriert ihre Stimme, ihre Worte und lässt die Musik und Geräusche um sie herumwabbern, episch hervorbrechen und Abgründe aufbrechen. Dabei nehmen sie nie überhand; die Musik reiht sich hinten an und liefert die nötige Atmosphäre. Hört man ‚Lilies‚, hört man ein Orchester, dass sich nur darauf besinnt die perfekte Unterlage im richtigen Moment für Natasha Khans Stimme zu liefern. Computerbeats dürfen natürlich nicht fehlen, könnten live aber auch gut durch verzerrte Posaunen ersetzt werden. Ja, die Frau weiß wie man Pompösität auf einem Album festhält.
All Your Gold‚ macht dann fast schon den Eindruck, als könnten wir unbeschwert durch die Gegend tanzen. Klar, wenn man den Text ausblendet. Da gehts ums loslassen, alte Lieben loslassen um es genauer zusagen. Sowieso ist der Sound experimentell, rituell, mit eingebildetem 100-Mann-starkem ‚Oh Yeah‚-Chor. Klavier, Harfe, Streicher, Drum Beats, Geräusche, alles findet seinen Platz.
Die erste Single ‚Laura‚ ist da fast schon schüchtern, reduziert mit unauffälliger Orchestrierung und einem Klavier, das chansonartig durch den Song begleitet. Der Titeltrack ‚Haunted Man‚ ist im Gegensatz dazu ein Mix aus Marschmusik, soldatenähnlichen Gesängen und Elektronik-Wiederholungen. Gegen Ende geht es elektronischer bei Bat For Lashes zu. Da kann man mit gutem Gewissen auch mal den Kopf nicken, wie bei ‚Rest Your Head‚.

Das alles könnt ihr euch nicht vorstellen? Ein Grund mehr sich dieses Album anzuhören.
Das alles könnt ihr euch vorstellen? Dann seid ihr offene Bat For Lashes Anhänger.

Um das jetzt kurz auch noch in Worte zu fassen, was da auf ‚The Haunted Man‘ vor sich geht: Natasha, you’re more than a superstar!

Bat For Lashes – The Haunted Man
VÖ: 12. Oktober 2012, Parlophone
www.batforlashes.com 

Bat For Lashes – Laura from thatgo on Vimeo.

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