Musik

Veröffentlicht am 14.02.2013 | von Dorota

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TEGAN AND SARA – Heartthrob

Tegan And Sara - Heartthrob CD-Kritik

Es wird grundsätzlich nicht still um die beiden kanadischen Zwillinge Tegan and Sara und da wir jede Veröffentlichung aufmerksam mitverfolgen ist es fast selbstverständlich, dass wir darüber auch berichten. Nach bereits 11 Alben inklusive Demos und Song Collection und und und, kommt jetzt das 12. mit dem Titel ‚Heartthrob‚ in unsere Läden.

‚Heartthrob‘ heißt Herzschlag oder auch Frauenschwarm. Letzteres wird wohl von vielen weiblichen Fans in Bezug auf Tegan and Sara bestätigt werden (Quelle: Konzert der Band mit ultimativ vielen weiblichen, kreischenden Fans). Grob umschrieben reduziert sich die Platte auf die wesentlichen Dinge im Leben: Beziehungen. Beziehungen zu sich selbst, zu bekannten oder unbekannten Menschen. Thematisch nicht neu, sind wir doch an Songs wie ‚The Con‚, ‚Call It Off‚ oder auch ‚Monday, Monday, Monday‚ gewöhnt.
Die Veränderungen liegen also weniger in den Texten, sondern ganz klar am Sound. Weniger Ecken und Kanten gehen schon fast nicht mehr. Wir sind jetzt nicht nur Pop – sondern wir haben hier durchproduzierten, anschmiegsamen und polierten Pop.

Closer‚ die erste Single der Beiden klingt nach dem Versuch auf allen privaten und öffentlich-rechtlichen Radios der Welt laufen zu können. Das Schlagzeug klang auf ‚The Con‚ noch einen Ticken anders. Oder sagen wir so: Es war damals noch ein richtiges Schlagzeug. Auf den Beat und die Melodie könnte auch Pink singen. Nichts gegen Pink, aber das erwartet man nicht von Tegan and Sara. Die Schwierigkeiten beim Anhören des Opener sind also von meiner Seite aus bekannt. Ich erspare mir jeglichen Kommentar zu ‚Goodbye, Goodbye‚…

Aber ein Glück, nach einer Weile und Durchhaltevermögen, kann man sich sogar mit einigen Songs anfreunden: ‚Drove Me Wild‚, ‚How Come You Don’t Want Me‚ und ‚Now I’m All Messed Up‚. Achtung: Die Titel verraten schon worums geht. Die Überraschung ist also nicht so groß. Das Gefallen an diesen Songs ist allerdings rein subjektiv und hat hier nichts mit der knallharten Analyse, die wir sonst an den Tag legen zu tun.
Schade, schade, wir hätten uns dann doch wieder etwas mehr Schroffheit und Indietum – auch in der Produktion – gewünscht. Die Bewertung fällt dementsprechend aus, obwohl ich die Band generell wertschätze. Es tut mir leid. Ich bin traurig. Schade, schade.

1-2von5

Tegan And Sara – Heartthrob
VÖ: 8. Februar 2013, Warner Bros. Records
www.teganandsara.com
www.facebook.com/TeganandSara

Tegan & Sara // „Closer“ (Dir. Isaac Rentz) from More Media on Vimeo.

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