Musik

Veröffentlicht am 11.03.2013 | von Lisa

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MILO GREENE – Milo Greene

The scent you wear moves in lines
From your apartment into mine
You act like you don’t know me
My god you tempt my anxious mind

(Milo Greene – 1957)

Eins muss man Milo Greene, der 5-köpfigen Band aus dem sonnigen Los Angeles vorweg lassen: kreativ sind sie nicht nur an der musikalischen Front, sondern auch bei der Namensfindung. So ist Milo Greene nicht etwa der Name eines der Bandmitglieder, sondern vielmehr der Name eines fiktiven Booking-Agenten, den die Band sich vor dem grossen Durchbruch angeschafft hatte – komplett mit larger-than-life-Persönlichkeit und piekfeinem britischen Akzent.

Das zeigt: Milo Greene sprühen vor kreativen Ideen, und das zeigt sich auch durchaus auf ihrem selbstbetitelten Debütalbum. Der erste Langspieler ist eine sonnige Mischung aus Of Monsters and Men, Fleet Foxes, den ebenfalls in LA beheimateten Local Natives oder aber auch Fleetwood Mac, die die Band als Inspiration listet. Alle 5 Bandmitglieder sind Multiinstrumentalisten und teilen sich selbst die Gesangspflichten brüderlich (und schwesterlich) auf. Dadurch kommt so schnell keine Langeweile auf, auch wenn die fünf Kalifornier sicherlich nicht das muskalische Rad neu erfinden.

Der erste Song der sich sofort ins Ohr setzt ist, ist ‚Don’t you give up on me‚, ein verspielter, gitarrenlastiger Ohrwurm, der die Harmoniequalitäten des Fünfers direkt gut unter Beweis stellt. ‚1957‚, die Single des Albums ist ein ebenso beschwingter Folksong, mit einer im Ohr bleibenden Melodie. Ebenfalls herausstechend sind ‚Son my Son‚, das sich lichtdurchflutetet mit zauberhaften Harmonien und Sängerin Marlana Sheetz’ luftiger Stimme auf das Ende der LP hingroovt – um das Album dann mit dem wehmütigen und wirklich wunderschönen ‚Autumn Tree‚, das vorallem durch seine Harmonien besticht, enden zu lassen.

Milo Greene erfinden den Indie-Folk ganz sicher nicht neu und ihr Debütalbum wird vielleicht auch keine Platte für die Ewigkeit – und dennoch besticht die Band durch große Musikalität, Einfallsreichtum und ein Händchen für bezaubernde Melodien.

Milo Greene – Milo Greene
VÖ: 1. März 2013, Atlantic
www.milogreene.com
www.facebook.com/MiloGreene

Milo Greene „1957“ (official) from Kevin Gosselin on Vimeo.

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