Film

Veröffentlicht am 9.04.2013 | von Tobias

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THE MAN WITH THE IRON FISTS – Filmkritik

Die Arbeit wart ihr. Das ist Vergnügen

(Jack Knife – Man with the Iron Fists)

RZA hat einen Film gemacht! Ja, genau RZA, der mit dem Wu-Tang-Clan die Rapszene in den 90er Jahren so richtig aufgemischt hat. Er hat aber nicht nur Regie geführt, sondern auch das Drehbuch geschrieben, den Film produziert und als einer der Hauptdarsteller mitgewirkt. Was dabei rauskommt? Ein Kung-Fu Film mit Rapmusik, ganz viel Blut und einem aussagekräftigem Filmtitel: ‘The Man with the Iron Fists

Im China des 19. Jahrhunderts bekriegen sich mehrere Clans in der Stadt ‘Jungle Village‘. Der Anführer des Lion Clans, Gold-Lion, übernimmt den Auftrag das Gold des Governors zu bewachen, wenn dieses durch die Stadt geschafft wird. Er wird aber bei einem Hinterhalt durch Silver Lion (Byron Mann) getötet. Sein Sohn X-Blade macht sich auf den Weg in die Stadt, um den Tod seinen Vaters zu rächen. Dort aber wächst die Gewalt und das Chaos und X-Blade wird bei seiner Ankunft fast getötet. In letzter Sekunde wird er von dem Schmied (RZA) gerettet. Währenddessen kommt das Gold in der Stadt an. Jeder scheint ein Interesse daran zu haben – der Lion Clan, der geheimnisvolle Jack Knife und die Besitzerin des Lusthauses Madam Blossom (Lucy Liu) hat auch noch ein Wörtchen mitzureden. Alles entwickelt sich zum gewaltigen Showdown, bei dem jeder seinen Willen mit Gewalt durchsetzen möchte.

Es gibt Filme, da ist man sich nicht so sicher wie ernst sie letztendlich gemeint sind. ‘The Man with the Iron Fists‘ gehört zu dieser Gattung Film. RZA zitiert fröhlich das Kung Fu-Kino von oben bis unten und vermischt es mit Stilmitteln, die seit Tarantino zum guten Geschmack bei solchen Filmen gehören. Aber leider funktioniert das nur an sehr wenigen Stellen. Die Dialoge, die als Drahtseil zwischen den immer wilderen Actionsequenzen dienen, sind einfach nur platt und haarsträubend. Die filmische Raffinesse von RZAs Vorbildern wird nicht für eine Sekunde erreicht. Selbst wenn man den Film mit ganz viel Humor nimmt, ist er doch sehr schnell wieder vergessen.

Regie: RZA
Darsteller: Russel Crowe, Cung Le, Lucy Lui, RZA, Rick June, Dave Bautisat
DVD-VÖ: 4 April 2013, Universal/DVD

httpvh://www.youtube.com/watch?v=7rmVoPSH2QA

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Über den Autor

Tobias ist 31, Schwabe aus Überzeugung, trägt aus Prinzip keine kurzen Hosen. Liebt Musik, Bücher, Filme und Schnitzel.



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