Musik

Veröffentlicht am 14.05.2013 | von Lisa

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THE NATIONAL – Trouble Will Find Me

I was solid gold
I was in the fight
I was coming back from what seemed like a ruin
I couldn’t see you coming so far
I just turn around and there you are

I’m so surprised you want to dance with me now
I was just getting used to living life without you around
I’m so surprised you want to dance with me now
You always said I held you way too high off the ground

(The National – Pink Rabbit)

Ein neues Album von The National – niemand hatte so richtig damit gerechnet, und umso schöner war die Überraschung, als die 5 New Yorker erst vor kurzem fast beiläufig auf Facebook ankündigten, dass mit ‚Trouble Will Find Me‚ neues Material erscheinen würde.

Die Erwartungen nach ihrem sensationellen und von Kritikern und Fans gleichermaßen verehrten Vorgängeralbum ‚High Violet‚ sind riesengroß, und – so viel sei gleich zu Beginn verraten – sie werden nicht enttäuscht. The National haben mit ihren mittlerweile 6 Alben die Kunst des Storytelling perfektioniert. Sänger Matt Berningers sonore Stimme und seine spezielle Art zu singen weiß jede Stimmung, jede Geschichte angemessen zu begleiten. Hier handelt es sich nicht um eine Band, die catchy Radiohits produziert (und das ist auch gar nicht ihr Anspruch), stattdessen ist ‚Trouble Will Find Me‘, wie auch die Vorgänger, als ein Ganzes zu sehen. Jeder Song eröffnet eine kleine neue Welt, öffnet ein neues Fenster, durch das man (so hat man das Gefühl) eine weitere Perspektive, einen intimen Einblick in den Kopf von Matt Berninger bekommt. Musikalisch perfekt eingebettet in eine Melange aus unaufdringliche Gitarren, ausgewählt eingesetzten Bläsern und vorallem dem subtilen aber dennoch so perfekt getimten Schlagzeugspiel Bryan Devendorfs.

Am schnellsten setzt sich ‚Pink Rabbit‚ im Ohr fest. Ein melancholischer, wunderbar sehnsüchtiger Song mit einer für The National ungewöhnlich simplen Melodie, in dem Berninger auf seine unnachahmlich selbstreflektierte Art über eine kaputte Beziehung lamentiert: “You didn’t see me, I was falling apart / I was a white girl in a crowd of white girls in the park / You didn’t see me, I was falling apart / I was a television version of a person with a broken heart”. Auch ‚This Is The Last Time‚ erobert einen schnell – “Jenny, I am in trouble / can’t get these thoughts out of my head / Jenny, I’m seeing double…”, singt Berninger darin. Ein Song, der sich ebenfalls mit den Untiefen zwischenmenschlicher Beziehungen beschäftigt, und es fällt schwer, sich von einem so melancholischen und verletzlichen Song nicht berüren zu lassen.

Überhaupt, ‚Trouble‚ ist eins der vorherrschenden Themen auf diesem Album, ein Wort das immer und immer wieder auftaucht und die Texte durchzieht wie ein roter Faden. The National sind eben melancholisch, nachdenklich, tiefgründig, aber das macht sie umso liebenswerter, dass sie ihre Emotionalität, ihre Verletzlichkeit nicht durch ihre Musik zu übertünchen versuchen, sondern daraus ihr Kapital schlagen und dadurch auf vielen Ebenen für die unterschiedlichsten Hörer zugänglich machen.

Ähnlich wie ‚High Violet‘ ist auch ‚Trouble Will Find Me‘ ansonsten ein Album voller Slowburner. Je öfter man die Songs hört, desto größer, weitreichender, hymnischer werden sie. Und das ist die große Kunst von The National – Songs zu schaffen, die beim vielmaligen Hören nicht an Spannung verlieren, weil man sie in- und auswendig kennt, sondern die bei jedem Hören noch Neues entfalten, mehr Tiefe und Vielschichtigkeit zeigen. Wer The Nationals Vorgänger mochte wird auch das neue Album lieben.

The National – Trouble Will Find Me
VÖ: 17. Mai 2013, 4ad
www.americanmary.com
www.facebook.com/thenationalofficial‎

httpvh://www.youtube.com/watch?v=N527oBKIPMc

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