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Veröffentlicht am 19.03.2014 | von Dorota

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HUNDREDS – Aftermath

Hundreds - Aftermath CD-Kritik

What am I
Afraid of
What is envy
What’s love

(Hundreds – Circus)

Das Hamburger Geschwisterpaar Hundreds konnte uns bereits 2010 mit ihrem selbstbetitelten Debüt als Fans gewinnen, aber auch mit ‚Variations‚ (die Kritik findet ihr HIER), auf dem andere Musiker Songs von Hundreds covern und in ein neues Gewand kleiden. Danach folgte eine Bedroomdisco TV Aufnahme mit Hundreds und als Krönung natürlich ihre Headliner Show beim Golden Leaves Festival 2013, die einen grandiosen Abschluss des ersten Festivaltags bildete. Danke noch einmal für den schönen Auftritt!
Am 14. März veröffentlichten Hundreds nun ihr zweites Album ‚Aftermath‚, auf das wir sehnlichst gewartet haben und welches wir selbstverständlich auch bei Bedroomdisco besprechen wollen mit einer erhofften Objektivität, für die wir aber nicht garantieren können.

Die erste Single ‚Circus‚ klingt allgemein eine Spur poppiger, angepasster und ultimativ eingängig. Das macht dem geneigten Zuhörer vielleicht etwas Angst; man fragt sich, wem sich Hundreds annähern wollen, warum sie weniger mutig sind. Aber dieser erste Eindruck geht auch so schnell, wie er kam, wenn man sich länger mit ‚Circus‘ beschäftigt. Dann fallen nämlich die dezent eingesetzten Bläser im Hintergrund auf, das liebevolle Arrangement der Beats und Evas voll Leichtigkeit getränkte Stimme. Fast furchtlos stellt sich das Duo der schweren Aufgabe des Nachfolger Albums und hörbar wird dabei der Spaß, den die Beiden wohl beim Songschreiben und Produzieren hatten.
Und eigentlich zieht sich dieses unbeschwerte Gefühl, alles tun und lassen zu können, durch die 12 Titel von ‚Aftermath‘ – immer im Wechsel von Melancholie und träumerischer Entspanntheit. Schon der titelgebende Song ‚Aftermath‚, der als Opener des Albums benutzt wird, balanciert zwischen den schweren und tiefen Beats – die generell stark in den Vordergrund rücken, wie wir das schon von dem Debüt kennen – und der verhallten und sanft umrahmenden Stimme. Auch hier werden Bläser und Streicher benutzt, die episch und erhaben klingt, was immer wieder an Woodkids ‚The Golden Age‚ erinnert. Vielleicht ist das ein Indiz dafür, dass die nächsten Shows von Hundreds von einem Orchester begleitet werden könnten? Spannend wäre das in jedem Fall.

Eigentlich kann und möchte man sich nicht auf ein Lieblingslied festlegen. Ob ‚Ten Headed Beast‚ oder ‚Past‚, ‚Please Rewind‚, ‚Rabbits On The Roof‚ oder auch das Touchy Mob Cover ‚Foam Born‚ – jeder Song gehört zum Gesamtkunstwerk Hundreds. Elemente vom Debüt werden neu aufgegriffen und weiterentwickelt, zu einem großen Ganzen zusammengefügt, ohne kaputt produziert zu sein. Der erste Gedanke der Mainstream-Annäherung von ‚Circus‘ ist nach dem Hören von ‚Aftermath‘ sofort vom Tisch. Hundreds verstehen ihr Handwerk: Atmosphären schaffen, Emotionen zu einem Feuerwerk ballen, ihre Zuhörer immer wieder neu überraschen.

5von5

Hundreds – Aftermath
VÖ: 14. März 2014, Sinnbus
www.hundredsmusic.com
www.facebook.com/hundredsmusic

Tourdaten:

19.03. Heimathafen Neukölln, Berlin
20.03. Artheater, Köln
21.03. Feierwerk, München
22.04. WUK, Wien
23.04. Scheune, Dresden
24.04. Hafen 2, Offenbach am Main
26.04. Kulturzentrum E-Werk, Erlangen
27.04. Papiersaal, Zürich
29.04. Zukunftsmusik, Osnabrück
30.04. Schaubühne Lindenfels, Leipzig
01.05. Zakk, Düsseldorf
02.05. Postbahnhof, Berlin (+Special Guest)
05.05. Schwankhalle::Raum für Ideen, Bremen (+Special Guest)
06.05. Peter-Weiss-Haus, Rostock
07.05. Mojo Club, Hamburg (+Special Guest)
08.05. Kulturzentrum Faust, Hannover

 

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