Kritik

Veröffentlicht am 26.02.2016 | von Dominik

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LIFE – Filmkritik

Life - Filmkritik

Da ist etwas Unbeholfenes, das will ich einfangen.

(Dennis Stock – Life)

Anton Corbijn war als Fotograf und Musik-Video-Regisseur schon erheblich an der Inszenierung von Stars und deren Erfolgen beteiligt, hat zu Beginn seiner Karriere Joy Division begleitet und ihnen später auch mit seinem Film ‚Control‚ ein Denkmal gesetzt. Mit seinem neusten Werk ‚Life‚ setzt er einem alten Idol der amerikanischen Filmgeschichte ein eben solches – und seinem Fotografen Dennis Stock bzw. dessen Fotografien Deans gleich mit.

Es sind noch zwei Außenseiter auf der Suche nach dem Weg ins Rampenlicht, die sich 1955 auf einer Filmparty in Los Angeles begegnen. Dean (Dane DeHaan) hat gerade einen Film mit Elia Kazan gedreht und ist die erste Wahl für Nicholas Rays neuen Film ‚Rebel Without A Cause‘. Stock (Robert Pattinson) verdient sich sein Geld als Set-Fotograf, arbeitet an seinem Portfolio und wittert beim schüchternen, wie selbstbewussten Dean die große Chance ins Life-Magazin zu kommen und den nächsten Karriere-Schritt zu machen. Und obwohl Life direkt zusagt, scheint die Aufgabe schwerer als gedacht, meidet der junge Hollywood-Newcomer doch das Rampenlicht, treibt sich lieber durch die Jazz-Clubs New Yorks und sitzt bei Theater-Proben als Zuschauer, als sich von Stock ablichten zu lassen.

Corbijns Filme waren noch nie großes Handlungskino, sondern vielmehr stille, schön bebilderte Werke, die von Emotionen und Beobachtungen und der guten Kamera-Arbeit leben. So auch ‚Life‘, das es in Form des groß aufspielenden DeHaan als James Dean schafft den jungen Schauspieler, der kurze Zeit später schon nach drei Filmen tragischerweise bei einem Auto-Unfall starb, als dem Rampenlicht abschwörenden Verweigerer zu zeigen. Pattinson dagegen spielt gewohnt hölzern und vermag es nicht den Film zu tragen. Trotzdem gehört ‚Life‘ zu den besseren Werken Corbijns!

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Life (CAN 2015)
Regie: Anton Corbijn
Darsteller: Robert Pattinson, Dane DeHaan, Ben Kinsley, Joel Edgerton
Heimkino-Start: 26. Februar 2016, Universum Film

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