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Veröffentlicht am 29.06.2016 | von Sophia Sailer

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PETER BJÖRN AND JOHN – Breaking Point

Peter Björn and John - Breaking Point CD-Kritik

You get no hard sleep when you love someone
Comes a time when you won’t be around
Screaming at the top of your lungs
You’ll be far away but by my side
I will always see the fireworks in your eyes

(Peter Bjorn and John – Hard Sleep)

Es waren einmal drei Herren in Schweden, die sich in der skadinavischen Hauptstadt zusammenfanden, um Musik zu machen. Ein Bassist ließ sich nicht auftreiben, macht aber nichts. Peter Morén, Björn Yttling und John Eriksson haben das auch so ganz gut hinbekommen: Gute-Laune-Indie-Pop, der sich hartnäckig in die Gehörgänge arbeitet.

Dazu schreckt das Trio vor nichts zurück – Kinderchöre, Stimm-Verzerrer, Pop-Hooks . sie alle sind mit von der Partie. Und sie schreien alle das selbe: Wir. Haben. Gute. Laune! Komme was wolle! Damit der Hörer diese Message dann aber auch wirklich verinnerlicht, muss auch mal zu härteren Mitteln gegriffen werden. Im Falle der Schweden ist das ein Hammer. Mit drei Köpfen, weil einer offenbar nicht reicht. Aber keine Sorge, die Spitze der Glückseligkeit ist schon bei Lied drei erreicht. ‚Do-Si-Do‚ weist nicht nur im Namen Ähnlichkeiten mit deutschen Kindersongs auf – er klingt auch so. Dabei hat das doch mit ‚Dominos‚ so gut angefangen. Leider kippen die Disco-Elemente, die darin noch gut funktionieren, viel zu oft in den Kitsch und grenzen nicht nur an Schlager (‚What You Talkin About?‚). Da bieten ‚Breaking Point‚ und ‚Nostalgic Intellect‚ zwar eine kleine Auszeit, können aber genauso wenig begeistern. Und so verhält es sich leider auch mit den Lyrics: Phrase jagt Phrase.

Nach ‚Breaking Point‘ ist man viel – nicht aber gewillt, das Album ein zweites Mal zu hören. Da wünscht man sich doch das Pfeifen von ‚Young Folks‚ zurück, dem im Sommer 2006 wohl keiner entfliehen konnte. Das war auch gar nicht nötig, denn es hatte Charme und „das gewisse Etwas“. Davon ist leider auf ‚Breaking Point‘ nicht mehr viel übrig geblieben. Dabei haben die Schweden große Geschütze für die Platte aufgefahren. Paul Epworth, Greg Kurstin, Pontus Winnberg und Emile Haynie durften alle mal an die Regler. Vielleicht liegt darin der Fehler.

1-2von5

Peter Björn and John – Breaking Point
VÖ: 10. Juni 2016, Ingrid
www.peterbjornandjohn.com
www.facebook.com/peterbjornandjohn

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