Reviews John Hopkins by Steve Gullick

Veröffentlicht am 17.05.2018 | von Susan

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JON HOPKINS – Singularity

Singularity Cover

Foto-© Steve Gullick

Die Suche nach dem Sinn des Lebens lässt so einige Menschen umtriebig werden. Allein das Internet ist voll von Ratgebern über Selbsterkenntnis mit sinngebenden Inhalten. Das sich die Selbstfindung allerdings oft schwieriger gestaltet als gedacht, hat der Londoner Musiker Jon Hopkins am eigenen Leib erfahren.

Denn mit seinem 5. Album Singularity, das am 4. Mai erschien, sorgte er erst einmal für ein allgegenwärtiges, wohlwollendes Raunen. Überwiegend machte sich aber Verwunderung, über die lange Pause von 5 Jahren, zwischen dieser Platte und dem Vorgänger Immunity breit. Während Immunity noch als Meisterwerk und endgültiger Durchbruch des Allround-Talents gefeiert wurde, schafft der Londoner mit Singularity eine ganz andere Betrachtungsweise die anfänglich zögerlich beäugt wurde. Zwar haben beide Werke soundtechnisch auf den ersten Blick viel gemeinsam, doch einige Faktoren, wie beispielsweise der Umzug von London nach Los Angeles und die damit einhergehenden neuen Einflüsse, dürfen hier nicht außer acht gelassen werden.

Schon mit dem Titeltrack wird schnell klar, dass der 38-Jährige nicht verlernt hat, wie man Spannung innerhalb der Stücke erzeugt. Allerdings schließt dies auch eine Veränderung im Aufbau nicht aus; er selbst durchzog sich, zwischen Meditation und Magic Mushrooms, einer eigenen experimentellen Reise, die sich durch die Songs hindurch verfolgen lässt.

Die harten Techno Beats von früher sind einer Art psychedelischen Qi gewichen. Singularity macht damit die emotionale Ehrlichkeit greifbar und während man sich in Everything Connected auf einem aufregenden Partyboot tümmelt, wird man mit C O S M wieder sachte auf einem Floß ans Festland getrieben. Mit viel Energie schreitet er dabei voran und verleiht jedem einzelnen der 12 Stück seine eigen Note. Dabei legt er gleichermaßen Wert auf  tiefsinnige Pianoklänge, aufregende Trance-Klänge, kantige Beats und treibende Synthesizer. Etwas vage könnte man nun behaupten, dass das Album durch den ganzen Sommer hinweg in Dauerschleife laufen könnte, aber zwischen Selbstfindung und Extase lässt sich leider kein Hauptgedanke entdecken. Einfach hörbar, an der ein oder anderen Stelle jedoch schwer greifbar, ganz wieder der Sinn des Lebens eben.

Jon Hopkins – Singularity
VÖ: 04. Mai 2018, Domino Records, Goodtogo
www.jonhopkins.co.uk
www.facebook.com/jonhopkinsmusic

 

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