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Veröffentlicht am 30.05.2018 | von Sophia Sailer

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NEWMEN – Soft Ware

Newmen - Soft Ware Cover
Photocredit © Samira Lamprecht


Saw a sky dressed in white

That was inside
There we are in the night
On my mind

(Levitation – Newmen)

Die Frankfurter Boygroup Newmen halten es auf ihrem Debüt Soft Ware – Überraschung – ganz schön soft. Irgendwo zwischen Kraut-, Elektro- und Wave-Pop lassen sich die häufig instrumental gehaltenen Songs verorten. Damit führen sie den roten Faden ohne Bruch zu den zuvor erschienen, zahlreichen EPs konstant weiter.

Lediglich zwei Songs der Platte sind es, die aus diesem Muster ausbrechen: Velo ob seiner gesanglichen Parts, die eher alternativ klingen, als nach 80er-Jahre-Wave und Emotional Brilliance, welches sich durch sommerlich-leichtes Geplänkel vom ansonsten eher nicht so flockigen Synthie-Sumpf abhebt. Aber so negativ soll dies gar nicht klingen: Mit einem derartigen Sound finden sie bedingungslos zwischen Bands wie Bergfilm, Phoenix oder Air einen Platz. Und vielleicht liegt da auch die größte Schwäche des Albums: Nichts überrascht, sogenannte Soundexperimente wie eine mit starkem Hall versehene Stimme sind aktuell eben doch genauso wenig experimentell, wie die verwendeten Vintage Synthesizer (Expo, Delay) oder das Farbverlauf-Cover. Obwohl die Songs einzeln sehr gut funktionieren (wie z.B. Velo) und es durchaus vorstellbar ist, dass einen einzelne Lieder mitnehmen, verlieren sie sich immer wieder in Belanglosigkeit. Schema X klingt zwar gut – aber eben nicht über eine Stunde lang.

Vielleicht war das der Grund, wieso bis Soft Ware seit 2014 nur EPs erschienen sind – weil ihr Sound auf Albumlänge deutlich nachlässt und nicht zu fesseln weiß.

Newmen – Soft Ware
VÖ: 04. Mai 2018, Ferryhouse Productions
http://www.newmenband.com
https://www.facebook.com/newmen.music

 

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