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Veröffentlicht am 14.09.2018 | von Eva-Marie

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INTERPOL – Marauder

Come and see me and maybe you’ll die
But I can keep you in artwork, the fluid kind
That’s enough for excitements today
Prostrated faded, it’s pay-to-play

Come and see me, yeah, maybe you’ll try
I’ve been holding these pyros til they could fly
Open up and enlighten again
Enjoy the skyline, it’s an incremental end

„Walk in on your own feet“
Says the rover
„It’s my way or they all leave“
Says the rover
The rover

(Interpol – The Rover)

Ungewohnt beschwingt steigt man mit If You Really Love Nothing in das mittlerweile sechste Album Marauder von Interpol ein. Schon bei El Pintor vor vier Jahren haben frohmütige Melodien Einzug gehalten, die sich aber nie sehr weit vom Signature-Sound der ersten Jahre der Band entfernt haben. Das Kapitel, das sie 2014 aufgemacht haben, schreiben sie auch hier weiter.

The Rover war die erste Single des Werks und trommelt sich zügig ins Gedächtnis. Dazu kommen der federführende Sound der Rhythmusgitarre, der immer wieder in die Komposition hackt, während Paul Banks Gesang sich hallig nach oben schraubt. Ein Song wie Stay In Touch ist ein typischer Interpol-Song, der sich aus der durchdringenden Bassline und der moody Gitarre mit ihrer quäkenden Melodie zusammensetzt. Trotzdem ist er mit seiner flächigen Produktion mit dem knallenden Schlagzeug irgendwie eigen. Das ist wahrscheinlich das, was die Band auch seit Jahren auszeichnet: sie haben ihren Sound schon lange gefunden, entdecken aber innerhalb davon immer wieder neue Details, die sie mit Lyrics und Melodien versehen.

Mountain Child besingt eine tragische Liebesgeschichte. Ein Mann liebt eine Frau, liebt die Natur. Sie entscheidet sich für ihr Außenseiterleben in der Wildnis und er folgt ihr. Wie so oft bei Interpol-Songs hat auch diese Geschichte kein Happy End. Dafür gibt es lebhafte Spielereien bei den Vocals und das übliche Futter aus Bass, Gitarre und Drums. Number 10 war eigentlich nur als B-Seite geplant, schaffte es dann aber doch auf das Album, als die Musiker feststellten, dass eigentlich nur eine zweite Gitarre und die passenden Vocals fehlten. Dabei ist dann auch gleich die rockigste Nummer auf Marauder entstanden.

Interpol sind sich treu geblieben. Auch, dass sie sich vor ein paar Jahren umbesetzt haben, ändert nichts daran. Auf El Pintor hatte Banks das erste Mal als Bassist in der Band agiert und man gewinnt schon den Eindruck, dass er sich auf diesem Album noch besser in die Rolle eingefunden hat. Der Sound ist grooviger und schneller, die Texte sind nicht mehr ganz so abstrakt und ein paar Songs sind sogar fast rough für Interpol-Verhältnisse.

Interpol – Marauder
VÖ: 24 August 2018, Matador Records
www.interpolnyc.com
www.facebook.com/interpol

Interpol Tour:
23.11. Mehr! Theater, Hamburg
25.11. Tempodrom, Berlin

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